Die ehemaligen Wirtschaftsräume des Kulturhauses sind momentan eine Großbaustelle. Dort entstehen Räume für die Volkssolidarität und am großen Saal ein Barbereich. Die Handwerker arbeiten auf Hochtouren, denn die durch die Fördermittelgeber festgelegten Fertigstellungstermine rücken näher.

Kalbe. Bürgermeister Karsten Ruth machte sich gestern selbst ein Bild von den Bauarbeiten im Kulturhaus. Er nahm an der Bauberatung mit den beauftragen Handwerkern, Planerin Melissa Schmidt und Bauamtsmitarbeiter Frank Wulff teil. Unterdessen wurde in den umzubauenden Räumen eifrig gearbeitet. Es entstehen neue Räumlichkeiten mit Küche für die Volkssolidarität. Momentan ähnelt das ganze noch einer Großbaustelle. Es wurden Wände herausgebrochen, die Elektrik wird neu verlegt, Klempnerarbeiten sind erforderlich, und schließlich muss gemalert und neue Fußböden verlegt werden.

Die beteiligten Firmen müssen sich sputen. Ende Februar sollen die Maßnahmen, zu denen auch der Umzug der Bibliothek in den jetzigen Klub der Volkssolidarität und ein Spielplatz vor dem Kulturhaus gehören, abgeschlossen sein. Bauamtsmitarbeiter Frank Wulff ist zuversichtlich, dass der vom Fördermittelgeber vorgegebene Termin eingehalten werden kann. Die Stadt hat für den Umbau 80 000 Euro Fördergeld vom Land erhalten. Hinzu kommt ein 20-prozentiger Eigenanteil der Stadt, so dass insgesamt 100 000 Euro ausgegeben werden können.

Nach Absprachen und in Abstimmung mit den Bibliotheksmitarbeiterinnen soll der Umzug der Bücherei vorbereitet werden. In den jetzigen Klubräumen müssten dafür nur geringe bauliche Veränderung und Malerarbeiten vorgenommen werden, so Wulff.

Die Senioren sollen sich in den neuen Räumen ihres Volkssolidaritätsklubs wohlfühlen. Darüber sind sich die Beteiligten einig. Der Klub wird eine angemessene Größe haben. Die Leitung der Ortsgruppe sei in die Planungen einbezogen worden, so der Bürgermeister.

Parallel zum Landesförderprogramm, das der negativen demografischen Entwicklung entgegenwirken soll, hat die Stadt auch Geld aus dem Leader-Programm bekommen. Für die 78 000 Euro EU-Förderung und 65 0000 Euro Eigenmittel der Stadt wird im großen Kulturhaussaal eine neue Heizung eingebaut, und es entstehen ein Barbereich zur Versorgung der Gäste bei Großveranstaltungen sowie neue behindertengerechte Sanitärbereiche. Für die Realisierung dieses Vorhabens hat die Stadt noch bis Ende Mai Zeit, erklärte der Bauamtsmitarbeiter.

Noch bewegen sich die Kosten für die Umbauarbeiten beider Fördermaßnahmen in dem Rahmen, wie sie in der Ausschreibung vorgesehen sind, sagte Wulff.