Internationale Gäste haben sich am Mittwoch einen Überblick über die Aktivitäten in der Künstlerstadt Kalbe verschafft. Die aus 34 Personen bestehende Gruppe wurde von Initiatorin Corinna Köbele empfangen.

Kalbe l Eigentlich war sie auf der Durchreise zum Poppauer Ökodorf "Sieben Linden". Doch am Mittwochmittag legte eine Reisegruppe - bestehend aus 34 Finnen, Polen, Niederländern, Österreichern und Deutschen - einen Zwischenstopp in Kalbe ein. Dort wurde sie von Künstlerstadt-Initiatorin Corinna Köbele und einigen Mitstreitern empfangen. Denn die Mitglieder der Reisegruppe wollten sich ein Bild davon machen, welche "Bleibeperspektiven" diese spezielle Initiative in der Milde-Stadt schafft.

"Bleibeperspektiven in Europa": Unter dieser Überschrift steht auch ein internationales Projekt, in dessen Zuge die Tour am Mittwoch stattfand. Letztere wurde vom Netzwerk "Zukunft Sachsen-Anhalt" mit organisiert. Wie dessen Mitarbeiter Frank Ernst sagte, gäbe es nicht nur in der Altmark das Problem der Abwanderung, sondern auch in Regionen, aus denen die Tourteilnehmer stammen würden. Umso spannender hätten sie es gefunden, zu sehen, wie bürgerschaftliches Engagement dazu beitrage, einem Ort wie Kalbe eine Perspektive zu geben.

Den Gästen wurde von Corinna Köbele die Altstadtgalerie gezeigt, in der gerade Arbeiten von Kunststudentin Lisa Kottkamp ausgestellt sind. Zudem wurden sie in eine der Atelierwohnungen geführt, in der Kunststudenten während des Sommercampus 2013 gearbeitet hatten und in der demnächst beim Sommercampus 2014 abermals Leben einziehen soll. Das Künstlerstadt-Projekt, so Köbele, bringe nicht nur den Stipendiaten, sondern auch den Kalbensern positive Erfahrungen.