Gardelegen (cah) l Zwar noch nicht ganz in alter Pracht, aber vom Staub und Dreck der vergangenen Jahrzehnte befreit, präsentiert sich ab Mai die Fassade am Eingangsbereich des ehemaligen Herrenhauses von Gut Isenschnibbe. In dieser Woche erfolgte die professionelle Reinigung des Sandsteins mit einem Dampfhochdruckreiniger. Ermöglicht habe dies der Förderverein Kulturdenkmal Schloss Isenschnibbe, informierte Vereinssprecherin Gudrun Oelze. "Für die Finanzierung dieser Arbeiten konnten wir Einnahmen aus den Schlossführungen und vom Herbstfeuer des vergangenen Jahres nutzen", zeigte sich Vereinsvorsitzender Alexander Guba erfreut. Er und einige Helfer hatten zuvor die beiden Zufahrten, die in den Keller des Schlosses führen, von Moos, Flechten und Staub befreit. "Uns war es wichtig, dass auch die Sandsteinfassade am Haupteingang einschließlich Balkon gesäubert ist, ehe die Sanierung der Freitreppe beginnt, damit diese dann nicht gleich wieder beschmutzt wird", sagte Guba.

Die Mitglieder des Fördervereines hoffen nun darauf, dass die in Aussicht gestellten Sanierungsarbeiten rasch beginnen und der Verein dann bald auch wieder zu öffentlichen Führungen und anderen Veranstaltungen in das Gutshaus einladen kann. Das Gebäude sei ein bedeutsames architektonisches Bauwerk des deutschen Späthistorismus aus der Belle Epoque des wilhelminischen Kaiserreiches. Der Förderverein arbeite gemeinsam mit den Besitzern des Gutshauses an einer schrittweisen Sanierung des Gebäudes. Derzeit werde an einem Konzept für die zukünftige Nutzung von Schloss Isenschnibbe gearbeitet. "Dafür sind uns auch Ideen von Gardelegern und Freunden des Schlosses, die nicht oder noch nicht Mitglied unseres Vereines sind, sehr willkommen", betonte Guba.

Kontakt: schlossfuehrung.isenschnibbe@aol.com.