Kalbe (me). Der Stadtrat hat den Auftrag für das neue Feuerwehrfahrzeug vergeben. Die Kalbenser Feuerwehr soll ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) erhalten. Den Beschluss zu der Investition in zwei Jahresscheiben hatten die Stadträte bereits im vergangenen Jahr gefasst. Im Beisein von Stadtwehrleiter Dagobert Scheffschick und Ortswehrchef Jörg Kämpfer beschlossen sie nun in nicht öffentlicher Sitzung die Auftragsvergabe.

Zunächst sollen 110 000 Euro für das Fahrgestell ausgegeben werden. Weitere rund 130 000 Euro soll der Aufbau kosten, für den ein weiterer Vergabebeschluss erforderlich ist. Ein großer Teil der Ausrüstung des neuen Autos soll von dem bisherigen Löschfahrzeug und aus weiteren Beständen kommen.

Der Stadtwehrleiter war nach der Sitzung glücklich darüber, dass jetzt "Bewegung in die Sache kommt." Er rechnet frühestens Ende des Jahres, eher aber für das Frühjahr 2012 damit, dass das neue Fahrzeug zur Verfügung steht. Seit vielen Jahren mahnen die Kalbenser Wehrleute an, dass ihr Fuhrpark überaltert ist. Das Tanklöschfahrzeug stammt beispielweise aus dem Jahr 1986.

Nachdem Kalbe 2009 vom Kreis bei der Vergabe eines vom Innenministerium geförderten HLF nicht berücksichtigt worden war, hatten sich die Stadträte dazu entschlossen, auf Stadtkosten ohne Förderung ein Fahrzeug anzuschaffen. Der Eigenanteil für ein gefördertes Fahrzeug wäre fast genauso hoch gewesen, wie die jetzige Kaufsumme. Denn das Feuerwehrauto wäre nur mit neuer voller Ausstattung gefördert worden. Die Wehrleute wollten aber die noch moderne und gute vorhandene Ausrüstung für das HLF nutzen, um Geld zu sparen.

Zudem hätte ein neuer Förderantrag frühestens dieses Jahr gestellt werden können. Ob und wann er bewilligt worden wäre, war in keiner Weise abzusehen. Dies alles war den Stadträten zu vage. Sie wollten, dass Kalbe als größte Ortswehr in der Einheitsgemeinde so zeitig wie möglich das von der Wehrleitung als dringend erforderlich eingestufte HLF bekommt.