Potzehne (gb). Sie sind für ihre Mitmenschen da, ohne dass sie dafür ein Wort der Dankbarkeit erwarten. Die stillen Helden des Alltags, die ehrenamtlichen oder privaten Helfer, ohne die die Welt wohl ein Stückchen ärmer wäre.

Zehn solcher Helden stellte Ihnen die Volksstimme in den vergangenen Wochen vor. Sie, liebe Leser, konnten wählen. Nun steht das Ergebnis fest: Mit großer Mehrheit wurde die Potzehnerin Hannelore Schwarzlose zu Ihrer "Heldin von nebenan". 110 Leserinnen und Leser gaben ihr ihre Stimme. Als Gewinnerin der Aktion kann sie sich nun auf eine kleine Überraschung freuen.

Dafür, dass alle Coupons für Hannelore Schwarzlose auch pünktlich in der Gardeleger Volksstimme-Redaktion ankamen, sorgte vor allem ihr größter Fan: Potzehnes Ortsbürgermeister und Gardelegens neuer Stadtrat Peter Kapahnke. Denn er war in Sachen Heldenwahl höchstpersönlich unterwegs. Und das nicht nur in Potzehne. Kapahnke sammelte sogar in den Nachbarorten Unterschriften für die engagierte Seniorenbetreuerin. Selbstverständlich, ohne dass die Heldin selbst etwas davon ahnte.

Denn eine solche ist die Potzehnerin mit dem Herz am rechten Fleck unbestritten. Hannelore Schwarzlose hat immer ein Ohr für die Älteren in ihrem Heimatort Potzehne, und zuweilen sogar einen Platz in ihrer guten Stube, wenn die beliebten Seniorentreffen sonst mangels beheizbaren Domizils ausfallen würden. "Für mich war es nicht nur Ehrensache, sondern eine Verpflichtung, Hannelore zu unterstützen", sagte Peter Kapahnke. Die Seniorin sei ihm eine "sehr große Hilfe", nicht nur bei Veranstaltungen. "Sie ist für jeden Ansprechpartnerin, hört sich die Sorgen an und hat stets Zeit für einen Plausch auf der Straße. Sie geht da förmlich drin auf", so Kapahnke: "Und die Bürger wissen, dass sie mit jedem Problem zu ihr kommen können."

Treue Helfer wie die Potzehnerin sind aber natürlich auch alle anderen neun Kandidaten. Für jeden von ihnen gingen Stimmen ein. Nach Hannelore Schwarzlose erhielt die Gardelegerin Monika Holzmann die meisten Zuschriften. "Monika ist eine Perle für die Sauberkeit in Gardelegen", bescheinigte zum Beispiel Ruth Girgsdies der Frau, die in der Stadt täglich die Straßen vom Dreck befreit. "Sie ist einfach eine fleißige und freundliche Frau" schrieb Rainer Mücke.

Auf den dritten Platz wählten Sie, liebe Leser, einen Kalbenser, nämlich Bäckermeister Siegfried Genz. Seit vielen Jahren stellt Genz unentgeltlich süße Sachen für den guten Zweck zur Verfügung.