Kalbe l Kalbe ist keine Stadt mehr - und zwar ganz offiziell. Deshalb darf es auch am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen. Das sei mit dem Landesverwaltungsamt so abgestimmt, wie es gestern aus der Kreisverwaltung hieß.

Und Bürgermeister Karsten Ruth bestätigte, dass Kalbe den Titel Stadt schon mit der Gründung der Einheitsgemeinde 2010 verloren habe. Letztere trägt ganz offiziell die Bezeichnung "Einheitsgemeinde Stadt Kalbe". Wäre dies nicht so geregelt worden, so Ruth, wäre der Titel Stadt mit dem Übertritt der Ortschaft Kalbe in die neue Gebietskörperschaft unwiederbringlich verloren gewesen. Leider bedeute dies aber auch, dass es die Stadt Kalbe nicht mehr geben werde, sollte die Einheitsgemeinde einmal aufgelöst werden. Der Titel könne dann, anders als die Stadtflagge, auch nirgends gesichert werden. Dazu gäbe es gesetzliche Regelungen, erklärte der Bürgermeister.

Wie er weiter sagte, sei das Stadtrecht an eine bestimmte Einwohnerzahl und auch an gewisse Leistungsparameter einer Kommune gebunden. "Kalbe war deshalb ja auch nie in irgendeine Städtebauförderung, sondern in die Dorferneuerung integriert", so Ruth.

Teilnahme an dörflichem Leistungswettbewerb

Und weil die Ortschaft so eine überschaubare Größe hat - inklusive der dazugehörenden Orte Bühne und Vahrholz zählt sie nur noch rund 2500 Einwohner -, ist sie 2014 auch für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" zugelassen worden. Darin könnten nach Angaben aus der Kreisverwaltung nur Orte mit weniger als 3000 Einwohnern und mit ländlichem Charakter teilnehmen. Und beides trifft auf Kalbe zu.

Den Antrag auf Teilnahme hat Ortsbürgermeister Mirko Wolff gestellt. "Warum denn nicht?", so seine Worte. Schließlich gibt es für die besten Orte Geldpreise zu gewinnen. Außerdem besteht die Chance, sich für den Landeswettbewerb zu qualifizieren. Insgesamt machen in diesem Jahr auf Kreisebene 20 Dörfer mit - auch Kalbe.