Vahrholz (gb) l Das Vahrholzer Dorfgemeinschaftshaus wird am kommenden Sonntag nun doch nicht zum Wahllokal werden, wie zwischenzeitlich gehofft. Die Wahlhelfer müssen die Bürger also tatsächlich in einem Bauwagen begrüßen. Das bestätigte Kalbes Bauamtsmitarbeiter Frank Wulff gestern auf Anfrage. Gemeinsam mit Ordnungsamtsmitarbeiterin Renate Ahlfeld, bei der die Fäden der Wahlorganisation zusammenlaufen, hatte Wulff in der vergangenen Woche den Baufortschritt in Kalbes Ortsteil begutachtet. Und die Arbeiten an dem im Februar beschädigten Gebäude waren gut vorangegangen. Lediglich die Außentür ist noch nicht montiert. Und wie die zuständige Baufirma nun mitteilte, wird sie in dieser Woche auch nicht mehr eingebaut werden können. So ist keine Abschließbarkeit gegeben, die eine Voraussetzung für eine Nutzung als Wahlraum ist.

Nötig geworden war die umfangreiche Reparatur nach einer Explosion der gegenüberliegenden Scheune im Februar. Dabei war das Dorfgemeinschaftshaus erheblich beschädigt worden.

"Bis jetzt konnten wir noch nicht sehen, was in den Schränken alles kaputt ist."

Im Zuge der Begutachtung durch Fachleute war aber in diesem Zusammenhang auch ein Schaden an den Dachbindern festgestellt worden, der vorher unbekannt gewesen war. Bevor die Beseitigung der Explosionsschäden beginnen konnte, mussten also zunächst einmal einige Balken im Dachstuhl ausgetauscht werden. Damit waren für die Stadt unerwartet Kosten von rund 6500 Euro entstanden.

Die weiteren Reparaturen, unter anderem der Einbau von neuen Fenstern und eben der neuen Außentür, zahlt indes die Versicherung. Und zumindest die Fenster sind schon drin.

Das freut natürlich insbesondere die Mitglieder des Vereines Vahrholzer 09, die das Dorfgemeinschaftshaus während der Jahre zuvor in Eigenregie auf Vordermann gebracht und so überhaupt nutzbar gemacht hatten.

Sie sind nun schon gespannt, was demnächst an Arbeit auf sie zukommt. Auf jeden Fall muss saubergemacht werden. Wie groß der Schaden für den Verein genau ist, kann bisher ebenfalls noch nicht beziffert werden: "Bis jetzt konnten wir ja noch sehen, was dort zum Beispiel in den Schränken alles kaputt gegangen ist", sagt Vereinsmitglied Anke Matys.

Das Haus ist zwar schon wieder begehbar, bestätigt Wulff, und es sei auch einiges aufgeräumt worden. Aber noch regieren dort natürlich in erster Linie die Handwerker.