Kalbe (cn) l Der Kalbenser Burggraben, der arg verschlammt ist und deshalb ökologisch zu kippen droht, wäre nicht nur nach Ansicht von Ortsbürgermeister Mirko Wolff eine perfekte Ausgleichsfläche für sogenannte Ersatzmaßnahmen, wie sie zum Beispiel beim Bau von Windkraftanlagen gefordert sind. "Bislang sperrt sich der Altmarkkreis Salzwedel allerdings dagegen, den Burggraben als Ausgleichsfläche anzuerkennen", wie Wolff während der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates sagte.

Dessen Mitglieder informierte er über eine Gesprächsrunde, die kürzlich in Magdeburger Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt stattfand und an der neben Wolff selbst auch Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth, Wilfried Hartmann als Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Milde/Biese sowie der altmärkische CDU-Landtagsabgeordnete Jürgen Stadelmann teilnahmen. Letzterer war einmal Staatssekretär im Ministerium und hatte als solcher auch den Burggraben im Visier. Allerdings hat sich seither wenig getan, was zu einer wirklichen Verbesserung der Situation des städtischen Gewässers beigetragen hätte.

"Das Thema gehört aber weiter auf die Tagesordnung. Der Ortschaftsrat sollte da auch künftig Druck machen", so Wolff, der selbst nicht mehr kandidiert hat und somit demnächst aus dem Amt scheidet.

Wie er sagte, habe es während des Gespräches in Magdeburg durchaus konstruktive Ideen gegeben. So müsse ein nachhaltiges Wasserentwicklungskonzept her. "Aber vor allem ist da schnelle und unbürokratische Hilfe nötig." Das, so Wolff, sei auch im Ministerium angekommen.