Das Büro der Schulsozialarbeiterin an der Kalbenser Sekundarschule "Johann-Friedrich Danneil" erstrahlt seit dieser Woche in frischen Farben. Dafür haben Schüler einen kleinen Teil ihrer Ferienfreizeit geopfert, und zwar freiwillig.

Kalbe l Susann Appelmann ist regelrecht begeistert. Mit einer solchen Resonanz auf ihren Aufruf hatte sie nicht gerechnet. Etliche Schüler haben sich, nachdem sie einen der von ihr verteilten Aushänge gelesen hatten, gemeldet und ihre Hilfe beim Malern des Büros der Schulsozialarbeiterin angeboten. Das erhält nun einen neuen Anstrich.

Graffito als besonderer Clou

"Ich konnte den vorherigen Farbton einfach nicht mehr sehen", sagt Susann Appelmann und schaut freudestrahlend auf die zwölf Mädchen und Jungen, die da mit Pinseln und Malerrollen hantieren. Statt sich in ihren Pfingstferien anderweitig zu beschäftigen oder gar zu langweilen, helfen sie lieber der Schulsozialarbeiterin dabei, ihr Büro umzugestalten. Und das erstrahlt innerhalb weniger Stunden in Weiß und Mintgrün. Denn diese Farben hat sich Susann Appelmann ausgesucht. Zuvor hatte das Büro gelbe Wände.

Ein besonderer Clou folgt allerdings erst nach den Pfingstferien. Neuntklässler Noah Klein hat sich nämlich bereiterklärt, eine der Wände mit der Aufschrift "Schulsozialarbeit" in Form eines Graffitos zu verzieren. Dass es der Jugendliche versteht, mit der Sprühdose umzugehen, das hat er laut Susann Appelmann schon an anderer Stelle bewiesen, und zwar ganz legal.

Aber auch farbige Handabdrücke wird es demnächst auf einer der Bürowände geben. Auf diese Weise sollen sich nämlich jene Schüler dort verewigen, die der Schulsozialarbeiterin beim Malern geholfen haben. Es ist eine zusätzliche Art, Dankeschön zu sagen.

Während ihres Arbeitseinsatzes werden sie zudem mit Speisen und Getränken versorgt. So steht, bevor es so richtig losgeht, erst einmal ein leckeres Frühstück auf dem Programm. Dafür hat das Team des Schülercafés gesorgt - genau wie für ein Mittagessen, das es ebenfalls gibt. Schließlich muss ja nach dem Malern auch noch alles sauber gemacht werden. Und auch das kostet körperliche Energie.

Susann Appelmann freut sich jedenfalls schon auf die Arbeit in ihrem neu gestalteten Büro. Und in dem gibt es künftig sogar ein Sofa, auf dem die Schüler kurz ausruhen können. "Der Gemütlichkeit wegen", so die Schulsozialarbeiterin.

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