Gardelegen (cah) l Ein neues Feuerwehrgerätehaus in Mieste könne nur mit Fördergeld gebaut werden. Eine Finanzierung komplett aus Eigenmitteln sei nicht möglich, stellte Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs in der letzten Stadtratssitzung der zu Ende gehenden Wahlperiode des Stadtrates klar. Er reagierte damit auf eine Anfrage von Uwe Wessalowski von der Miester Feuerwehr, der sich im Rahmen der Einwohnerfragestunde nach dem Stand des Gerätehaus-Neubaus in Mieste erkundigt hatte.

Er bedankte sich zunächst für den Grundsatzbeschluss des Rates für den Neubau, machte dann jedoch deutlich, dass die Übergangslösung für die Miester Kameraden mit einem Container auch nicht mehr ausreiche. Es würden neue Anträge auf Aufnahmen in die aktive Truppe vorliegen. "Kann man konkrete Aussage zum Baubeginn treffen? Es macht sich nämlich schon etwas Unmut unter den Kameraden breit", schilderte Wessalowski die aktuelle Stimmungslage in der Miester Wehr.

"Das Thema Neubau eines Gerätehauses in Mieste beschäftigt uns jetzt seit drei Jahren", sagte Fuchs. Dass Handlungsbedarf bestehe, dass der Neubau notwendig sei, darüber gebe es keinerlei Diskussionen. Diese Frage sei unstrittig. Aus diesem Grunde habe der Stadtrat auch der Übergangslösung mit dem Container, um mehr Platz zu schaffen, zugestimmt. "Wir haben auch gesagt, dass wir uns intensiv um Fördermittel für dieses Projekt bemühen werden", so Fuchs weiter. Diese Bemühungen seien bis dato noch nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Mit der aktuellen Haushaltsplanung für 2014 habe Bauamtsleiter Engelhard Behrends nun einen anderen möglichen Weg aufzeigen können. Fördermittel könnte es über das Programm Stadtumbau Ost, Aufwertung Mieste geben. Die Anträge seien rechtzeitig gestellt worden. Im Haushaltsplan sei auch die Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro enthalten. Für dieses Jahr seien konkret 300000 Euro eingeplant. Sollten die Mittel in diesem Jahr nicht mehr ausgegeben werden können, dann gebe es eine zweckgebundene Übernahme der Plansumme in den Haushalt für 2015.

"Vor September wird es dazu allerdings keine Entscheidung geben. Mehr können wir erstmal nicht machen", fasste Fuchs zusammen.

Dieses Projekt werde eine der Hauptaufgaben für den neu gewählten Stadtrat sein, der "zielorientiert an einer zeitnahen Lösung" arbeiten werde, ergänzte Stadtratsvorsitzender Kai-Michael Neubüser.

Wessalowski zeigte sich mit diesen Auskünften zufrieden.