Gardelegen/Solpke (cah) l Für die etwa 200 Passagiere des ICE auf dem Weg von Berlin nach Köln am Freitagmorgen dürfte es ein Schreck gewesen sein, als die Brandmeldeanlage eine Rauchentwicklung im hinteren Bereich des Zuges angezeigt hat. Doch es blieb glücklicherweise beim Schreck, denn niemand kam zu Schaden.

Die unklare Rauchentwicklung kam aus einem Waggon, der nicht mit Passagieren besetzt war. Gegen 6 Uhr morgens blieb der Zug dann bei Solpke stehen. Alarmiert waren die Wehren aus Gardelegen, Mieste und Solpke. Insgesamt waren 47 Kameraden vor Ort. Einsatzleiter war Till Kern von der Gardeleger Stadtwehr. Vor Ort waren außerdem Polizei und Rettungsdienste. Der Waggon wurde durchsucht. Ein Feuer oder Brandherd wurde nicht entdeckt. Die Ursache sei völlig unklar, sagte gestern eine Sprecherin der Bahn AG. Es habe sich um zwei aneinandergekoppelte Züge gehandelt. Die Passagiere aus dem hinteren Zug seien dann in den vorderen Zug umgestiegen, der dann seine Fahrt in Richtung Köln habe fortsetzen können.

Der andere Zug sei nach Rummelsburg bei Berlin geleitet worden. Dort befinde sich eine ICE-Werkstatt. Der Zug werde dort untersucht. Vor Ort in Solpke habe nichts gefunden werden können. Außerdem seien die Oberleitungen kontrolliert worden.

Der Fernverkehr auf dieser Strecke sei zunächst über Magdeburg umgeleitet worden. Ab 7.38 Uhr sei die Strecke dann wieder eingleisig befahrbar gewesen. Am späten Vormittag war die Strecke wieder frei. Für die Bahnreisenden hätten sich durch den ICE-Stopp nur geringfügige Verzögerungen ergeben.