Kalbe (cn) l Noch im Juli beginnen die Bauarbeiten an der Alten Bahnhofstraße in Kalbe. Sie soll einen Bitumenaufbau erhalten.

Entgegen der ursprünglichen Planung, die nur eine Halbseitensperrung vorsah, erfolgt die Maßnahme nun allerdings unter Vollsperrung. Bei dieser Entscheidung hätten für die beauftragte Baufirma Sicherheitsaspekte eine Rolle gespielt, wie Manfred Krüger auf Volksstimme-Anfrage mitteilte. Bei ihm handelt es sich um den zuständigen Niederlassungsleiter der Landesstraßenbaubehörde. Diese wiederum ist im Fall der Alten Bahnhofstraße der Baulastträger.

Wie nun während der Stadtratssitzung am Donnerstagabend informiert wurde, soll der Verkehr während der Bauarbeiten - Start ist am 21. Juli - über die Eugenie-Schildt-Straße und das Kalbenser Mühlenfeld umgeleitet werden. Das ist bei einem Ortstermin mit dem Straßenverkehrsamt und der Polizei festgelegt worden. Auf die Frage, ob das Mühlenfeld aufgrund des dortigen Parkens an den Straßenrändern nicht zum Nadelöhr werden könnte, antwortete Bürgermeister Karsten Ruth am Donnerstagabend, dass dann spontan mit kurzfristiger Änderung der Regeln für den ruhenden Verkehr reagiert werden müsse.

Die Anlieger des Mühlenfelds dürften aber auch aus einem anderen Grund mäßig begeistert sein. Denn eigentlich gilt die Betonstraße als wenig tragfähig, weshalb dort bislang auch ein Durchfahrtsverbot für Lkw existierte. Sollte es während der Bauphase zu Schäden am Mühlenfeld kommen, sagte der Bürgermeister, so müssten diese im Anschluss beseitigt werden. Dazu werde vor Beginn und nach Abschluss der Arbeiten auch ein Begehungsprotokoll gefertigt, wie wiederum Manfred Krüger erläuterte.

Das Ende der Baumaßnahme, die ein Kostenvolumen von rund 230000 Euro umfasst, ist für die erste September-Woche vorgesehen. Die Vollsperrung könnte laut Krüger aber eventuell schon etwas früher aufgehoben werden.

Vor Beginn der Arbeiten, in deren Rahmen die Stadt auch einige Regenwassereinläufe erneuern lässt, soll es auch noch einmal eine Informationsrunde für die Anlieger der Alten Bahnhofstraße geben, um Absprachen zu tätigen.