Kalbe (cn) l Britta Radtke kann es noch immer kaum fassen: Als sie und ihr Mann Ulf in der Nacht zu Sonntag tief und fest schliefen, da krachte eine riesige Esche des angrenzenden Kurparks in ihren Schuppen. "Der Baum hatte vorher schon etwas schief gestanden", berichtet Britta Radtke.

Sie und ihr Mann sowie auch die Bewohner des Nachbarhauses seien kurz zuvor gemeinsam vom Altstadtfest gekommen und hätten sich dann schlafen gelegt. Doch im Gegensatz zu ihren Nachbarn, die durch den Krach, den der umstürzende Baum verursacht habe, quasi aufrecht im Bett gestanden hätten, hätten sie und ihr Mann nichts bemerkt. "Wir haben das Malheur erst am nächsten Morgen gesehen und haben dann natürlich nicht schlecht geguckt", sagt Britta Radtke. Und der Schreck sei entsprechend groß gewesen, zumal der Baum ja auch direkt in einen Schuppen auf dem an der Stendaler Straße befindlichen Hof der Familie gekracht sei. Dort werde das Holz für die Heizung des Einfamilienhauses gelagert. Und die wiederum befinde sich nur zwei Meter weiter in einem Anbau. Wäre der Baum dort hineingefallen, wäre der Schaden um einiges höher ausgefallen, zumal die Heizung ja auch das warme Wasser fürs Haus produziere, so Britta Radtke weiter.

Noch am Sonntag haben sie und ihr Mann die Stadt informiert. Sie ist für die Regulierung des Schadens zuständig. Und gestern Nachmittag wurde dieser dann auch gemeinsam mit Vertretern der zuständigen Versicherung aufgenommen. Zudem wurde eine Firma beauftragt, den umgestürzten Baum zu beseitigen. Denn die Stadt kann dies mit eigenen Kräften nicht leisten, zumal sich die riesige Esche direkt über die Milde gelegt hat.

Ein Unwetter hatte in besagter Nacht nicht geherrscht.