Das befürchtete Aus der vom Awo-Jugendklub Kroko seit Jahren betriebenen mobilen Jugendarbeit ist vorerst vom Tisch. Denn aus dem Bundesprogramm "Toleranz fördern – Kompetenz stärken", das ab diesem Jahr das Programm "Vielfalt tut gut" ersetzt, soll es einen Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro geben. Das hat der lokale Begleitausschuss für die Umsetzung des Programmes im Altmarkkreis während seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen.

Kalbe. Als Ende vergangenen Jahres der Jugendhilfeausschuss des Altmarkkreises beschlossen hatte, für den Kalbenser Jugendklub Kroko der Arbeiterwohlfahrt eine der Personalstellen zu streichen, die aus dem Fachkräfteprogramm des Landes finanziert werden, sahen die Akteure vor Ort damit auch das Aus des Projektes Mobile Jugendarbeit im Altmarkkreis verbunden. Das Aus eines Modellprojektes, das die Mitarbeiter des Awo-Jugendklubs Kroko unter Leitung von Volkmar Erl drei Jahre lang entwickelt und mit dem sie gute Erfahrungen gemacht hatten. Dabei ging es darum, in ausgewählten Dörfern Angebote für die Jugendlichen zu unterbreiten. Modellorte waren zum Beispiel Kahrstedt und Brunau.

Die mobile Jugendarbeit war aus dem Bundesprogramm "Vielfalt tut gut" gefördert und im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes des Altmarkkreises umgesetzt worden. Das Bundesprogramm lief Ende 2010 aus, seine Fortsetzung ist das Programm "Toleranz fördern – Kompetenzen stärken". Für 2011 bekommt der Altmarkkreis daraus 40 000 Euro. 20 000 Euro davon sollen nun für die mobile Jugendarbeit ausgegeben werden, bestätigte Kreissprecherin Birgit Eurich gestern auf Nachfrage. Am Mittwoch hat der lokale Begleitausschuss des Altmarkkreises für das Bundesprogramm beschlossen, das Projekt der Awo Sozialdienst Altmark GmbH mit dem Namen "Mobile Jugendarbeit im Altmarkkreis Salzwedel – Weiterführung des Modellprojektes und Ausweitung auf weitere Orte der Einheitsgemeinde Kalbe/Milde" mit 20 000 Euro zu fördern.

Weitere Unterstützung erhofft sich der Träger, bei dem die positive Nachricht gestern für Freude sorgte, von der Einheitsgemeinde Stadt Kalbe. Die Awo-Jugendarbeit in der Mildestadt wird seit Jahren von der Kommune unterstützt, zuletzt mit 3000 Euro. Darum würden die Akteure die mobile Jugendarbeit auch gern für die gesamte Einheitsgemeinde öffnen.