Kalbe/Bühne (cn) l Eigentlich sollte der Brückenbau zwischen Kalbe und Bühne im nächsten Monat beginnen. Doch der Altmarkkreis als zuständiger Straßenbaulastträger kann die Maßnahme nicht ausschreiben. "Es gibt noch keine Sicherheit der Finanzierung", wie Dieter Kraus, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes, gestern auf Volksstimme-Nachfrage informierte.

Die desolate Brücke über die Untermilde, über welche die Kreisstraße zwischen Kalbe und Bühne verläuft, soll durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser ist nur mithilfe von Landesfördermitteln, die im Zuge des sogenannten Entflechtgesetzes zur Verfügung gestellt werden und die rund 80 Prozent der Gesamtbausumme von etwa 650000 Euro ausmachen, zu finanzieren. Allerdings habe das Land bislang noch kein grünes Licht dafür gegeben. Und nach Rücksprache mit dem Landesverwaltungsamt sei wohl auch in der Urlaubssaison nicht mehr damit zu rechnen, so Dieter Kraus.

Das bedeutet: Die Maßnahme verschiebt sich nach hinten. Wie weit, das vermag der Straßenbaulastträger derzeit nicht zu sagen.

Weitere Vollsperrung

Die Sache hat nur einen einzigen Vorteil. Es gibt vorläufig nicht noch eine weitere Baustelle in Kalbe und Umgebung. Denn in unmittelbarer Nähe der Stadt wird derzeit an zwei Landesstraßen gebaut (Klein Engersen und Wernstedt), was weiträumige Umleitungen mit sich bringt. Eine dritte Großbaustelle wird in der nächsten Woche eingerichtet. Denn dann beginnt innerstädtisch die Sanierung der Alten Bahnhofstraße. Käme nun noch eine Vollsperrung zwischen Kalbe und Bühne mit einer entsprechenden Umleitung hinzu, so würde das den innerörtlichen Verkehr zusätzlich belasten.

Seit Jahren ist die Brücke über die Untermilde wegen ihres schlechten Zustandes nur einseitig befahrbar. Durch den Lkw-Verkehr von und zur Kiesgrube Bühne wird sie besonders stark beansprucht.