Land unter in der Einheitsgemeinde Kalbe: Der Starkregen hat dort am Donnerstagabend für mehrere Feuerwehreinsätze gesorgt.

Bühne/Kahrstedt l "Seit 40 Jahren lebe ich hier. Aber so etwas hat es noch nicht gegeben", meinte der Bühner (Name ist der Redaktion bekannt) aufgebracht, dessen Garage am Donnerstagabend kurz nach 17Uhr voll Wasser lief. Die Kalbenser Feuerwehr, zu der auch die Bühner Löschgruppe gehört, musste ausrücken, um den abschüssig gelegenen Pkw-Stellraum leer zu pumpen. Das Auto war zuvor noch schnell vom Besitzer in Sicherheit gebracht worden.

Wie er sagte, sei es bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die Garage voll gelaufen sei. Beim ersten Mal habe er das Wasser noch selbst abgepumpt. Doch nun sei sein eigenes Gerät "abgesoffen" und er habe die Feuerwehr zu Hilfe rufen müssen.

Auch der abschüssige Weg, an dem sich das Einfamilienhaus mit der Garage befindet, wurde am Dienstagabend ausgespült. In den oberhalb gelegenen Mulden eines Spargelfeldes standen hinterher noch riesige Pfützen. Der Geschädigte wollte sich gestern an die Kalbenser Stadtverwaltung wenden, um klären zu lassen, ob es von kommunaler Seite etwaige Schutzmaßnahmen geben könnte. Denn der nächste Starkregen kommt bestimmt.

Und dann könnte vielleicht auch wieder der Graben an der Straße zwischen Kahrstedt und Vietzen voll laufen. Dort gab es am Donnerstagabend kurz vor 21 Uhr einen Rückstau, verursacht durch Verunreinigungen. Und in Kahrstedt drohten dadurch Keller vollzulaufen. Allerdings durfte die örtliche Löschgruppe nicht mit ihrem Fahrzeug ausrücken. Denn es ist wegen fehlender DIN-Norm von der Stadtverwaltung stillgelegt worden. Die Feuerwehr Altmersleben musste mit ausrücken. Und auch Ortsbürgermeister Uwe Wolff packte beim Räumen des Grabens mit an. Allerdings zeigte er sich verärgert. Denn er war von der Stilllegung des Kahrstedter Fahrzeugs zuvor nicht in Kenntnis gesetzt worden.

Altmerslebens Wehrleiter Steffen Liermann informierte derweil das Umweltamt des Altmarkkreises. Denn besagter Graben dient auch als Ablauf für Kleinkläranlagen in der Ortschaft. Uwe Wolff wollte sich gestern diesbezüglich auch mit dem zuständigen Verband in Verbindung setzen.

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