Berge (iwi). 2011 wird in gewisser Weise ein Jahr des Verzichts, denn alles steht im Zeichen des Sachsen-Anhalt-Tages 2011 in Gardelegen. "Eigentlich wäre das Otto-Reutter-Fest dieses Jahr dran gewesen und auch das Wallfest, aber wir haben ein verkürztes Programm", fasste Harald Storz, der Vorsitzende des Tourismusvereins Region Gardelegen, am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung in Berge zusammen. Geplant sind auf jeden Fall sechs Ausstellungen im Salzwedeler Tor und das Heideblütenfest im August, "dieses Jahr hoffentlich bei besserem Wetter". Am Sachsen-Anhalt-Tag Ende Juni beteiligt sich der Verein ebenfalls sehr aktiv. Zum einen übernimmt er die Betreuung des Parkplatzes drei am alten Postamt, zum anderen wird es in Zusammenarbeit mit vier Gardeleger Unternehmern eine Ausstellung während des dreitätigen Landesfestes in den Geschäften und im Salzwedeler Tor geben. "Wir werden an den drei Tagen dort von 10 bis 17 Uhr geöffnet haben", kündigte Storz an. Was genau Inhalt der Ausstellung sei, "und ob wir vielleicht noch etwas aus dem Museum bekommen", werde noch beraten.

Sehr zufrieden war der Vorsitzende mit den Besucherzahlen im Salzwedeler Tor 2010 anlässlich der fünf Ausstellungen. 995 Gäste bestaunten Bilder, Osterschmuck und auch Kunst aus Kenia. Die Vernissage der ersten Bilderausstellung 2011 findet am 27. Februar um 15 Uhr statt.

Eine Ehrung für sein langjähriges Engagement erhielt am Freitag Dieter Gnauck, seit vielen Jahren im Vorstand aktiv. Die Lobrede – und die war es wirklich – hielt Bürgermeister Konrad Fuchs. "Dieser Mann hat Sagenhaftes geleistet mit, für und um das VHS-Bildungswerk", nannte Fuchs eine Station des beruflichen Wirkens des pensionierten Pädagogen. Dieter Gnauck sei ein "wirklicher Schöngeist, der sich für alles interessiert, was Niveau darstellt". Er habe eine offene und ehrliche Art "und ein ¿Geht nicht‘ gibt es bei ihm nicht".

Erstmals als Gast mit dabei war der Projektleiter des Gutes Zichtau, Magnus Staehler, der sogleich zu einer Gardelegen-Altmark-Landpartie in den dann umgestalteten Gutspark eine Woche vor dem Sachsen-Anhalt-Tag einlud: "Drei Tage Rambazamba in Zichtau."

Kritische Worte zur Terminplanung insgesamt gab es vom Letzlinger Dr. Karl-Ulrich Kleemann: "Es wird wieder so viel doppelt und dreifach besetzt, dass ich es bestimmt wieder nicht nach Zichtau schaffe." Bereits im November müssten die Verantwortlichen sich zusammensetzen, um erste Absprachen zu treffen. Storz versprach Besserung und nahm die Idee einer Terminschmiede mit auf, merkte aber auch an: "Es herrscht teils noch zu stark das Bewusstsein: Ich mach‘ mein eigenes Ding."