Gardelegen (dl). Bei einem Unfall gestern Nachmittag auf der Stendaler Straße wurden vier Personen schwer verletzt. Die jungen Männer aus Gardelegen und Weteritz im Alter zwischen 19 und 26 Jahren waren in einem VW Bulli auf der Stendaler Straße unterwegs, vom Kreisel kommend stadtauswärts. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam das Fahrzeug kurz vor 14.30 Uhr einige hundert Meter hinter dem Kreisel nach rechts von der Fahrbahn ab. Beim Gegenlenken geriet der VW dann aber auf die Gegenfahrbahn, streifte eine Straßenlaterne und prallte frontal gegen einen Baum. Von dessen Spitze brachen größere Äste ab, die mehrere Meter weit entfernt auf dem Gehweg landeten.

Einer der Insassen wurde von der Wucht des Aufpralls durch die Frontscheibe geschleudert. Die anderen drei Insassen wurden eingeklemmt und von den Einsatzkräften der Gardeleger Feuerwehr befreit. Für einen der Schwerverletzten wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der vor dem Gerätehaus landete. Im Hubschrauber wurde der Verletzte zwar vom Notarzt behandelt, er musste dann aber nicht ausgeflogen werden. Zwei der Männer wurden ins Gardeleger Krankenhaus gebracht, einer nach Salzwedel und einer nach Stendal. Wie die Polizei am Abend auf Nachfrage mitteilte, könnte Alkohol im Spiel gewesen sein. Deshalb habe ein Richter für alle vier Insassen eine Blutentnahme angeordnet. Bis zum Abend konnte – unter anderem wegen widersprüchlicher Angaben – noch nicht geklärt werden, wer am Steuer des Bullis saß.

Während des Rettungseinsatzes wurde die Stendaler Straße komplett gesperrt. Die Gardeleger Feuerwehr war mit 18 Kameraden vor Ort, 9 weitere bereiteten am Gerätehaus die Landung des Hubschraubers vor. Zur medizinischen Versorgung waren Rettungsdienste aus Gardelegen und Klötze im Einsatz.