Am 28. November wurde in Gardelegen ein neuer Stadtrat gewählt. Die Volksstimme stellt von nun an in den folgenden Ausgaben täglich eine(n) der 36 Ratsfrauen und Ratsherren vor.

Köckte. Sport ist die große Leidenschaft von Henning Giggel. Der Köckter spielt seit mehr als 30 Jahren Tischtennis. Er sitzt im Vorstand des Sportvereines Chemie Mieste und ist Übungsleiter. Henning Giggel organisiert zudem den Miester Drömlingstriathlon. Und der 54-Jährige war selber lange Jahre aktiver Triathlet.

"Das ist sehr abwechslungsreich und wird nie langweilig", sagt Giggel über die Sportart. Mittlerweile geht er nur noch manchmal auf die Strecke. Zuletzt 2010 in Arendsee. Für 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer zu Fuß brauchte er eineinhalb Stunden. "Das ist schlecht", sagt Giggel. "Doch es ging ums Durchstehen." In der Politik gehe es dagegen ums Durchsetzen. Er charakterisiert sich selbst als streitbar. "Aber ich bin kein Nörgler." Wenn etwas durchgesetzt werden müsse, sei er nicht dagegen.

Als 1997 der kommunale Kindergarten geschlossen wurde, gründete Giggel mit seiner Frau Ines und anderen den Verein Abenteuerland. Seine Frau war damals schwanger mit ihrer zweiten Tochter Marlene. Sie kümmerte sich um die notwendigen Genehmigungen. Henning Giggel stand ihr zur Seite und brachte sie von Termin zu Termin. Der Kindergarten wurde in Trägerschaft des Vereines wieder aufgemacht. Heute besuchen mehr als 25 Kinder das Köckter "Abenteuerland". Und Ines Giggel leitet die Einrichtung.

Seit 1997 wohnt das Ehepaar in Köckte. Es hat zwei Kinder, Luise (20) und Marlene (13). Obwohl Henning Giggel ein "Togereister" ist, fühle er sich gut angenommen. Er wurde in Himmelreich geboren und wuchs in Peckfitz auf.

Der gelernte Landmaschinenschlosser studierte Industriepädagogik. Nach der Wende arbeitete er als Außendienstler für Schweißtechnik. Seit 2004 ist Giggel selbstständiger Handelsvertreter in dem Bereich und Ausbilder für Metallbau bei freien Bildungsträgern.

Der Köckter kandidierte bei der Stadtratswahl als Einzelkandidat. Aus privaten Gründen und weil er keine Partei gefunden habe, die zu ihm passe. Er saß im Köckter Gemeinderat und war stellvertretender Bürgermeister.

Die meiste seiner freien Zeit widmet er aber dem Sport. Er freut sich, dass seine Tochter Marlene auch Tischtennis spielt. Die beiden trainieren manchmal zusammen. Sportvereine sind für ihn eine wichtige Säule der Gesellschaft. "Sie nehmen die Jugendlichen an die Hand, damit sie nicht auf der Straße rumlungern", sagt Giggel. Der Köckter treibt nicht nur selbst gern Sport, er schaut auch gern anderen dabei zu. An seinem Haus steht ein Fahnenmast, daran hängt ein Banner des FC Bayern München. "Mich fasziniert die Art und Weise, wie der Verein geführt wird", begründet er seine Vorliebe. Und außerdem gebe es viele "Bayern-Hasser".