Jerchel (ako) l Entlang der Landesstraße 25 zwischen Jerchel und Weteritz wird es, kurzfristig gesehen, keinen straßenbegleitenden Radweg geben. Diese Auskunft erteilte der Pressereferent des Verkehrsministeriums des Landes Sachsen-Anhalt, Peter Mennicke, auf Nachfrage der Volksstimme.

Schwere Lkw und auch sonst reichlich Pkw sind täglich auf der L25 unterwegs. Transporte von und zu einem im Flechtinger Raum ansässigen Kieswerk bestimmen in erster Linie den Schwerlastverkehr. Seit Jahren ein Problem für die Anwohner der Ortschaften Jerchel und Jeseritz. Wirklich ungemütlich wird es allerdings für Radfahrer, die die eigentlich idyllisch gelegene Strecke zwischen den Orten, beziehungsweise bis nach Gardelegen, zurücklegen wollen. Der fehlende Radweg ist immer wieder ein Kritikpunkt in der Einwohnerschaft.

Eine Nachfrage im Verkehrsministerium ergab, dass ein Radweg für den Bereich lediglich in der untersten Dringlichkeitskategorie III rangiert. "Die Realisierung solcher Radwege erfolgt auf der Grundlage des Landesradwegeverkehrsplanes (LRVP) und der dort vorgenommenen Einstufungen in den Bedarfsplänen für Radwege an Landes-und Bundestraßen", teilte Peter Mennicke mit. Aber "aufgrund der nachrangigen Einordnung der 4,6 Kilometer lange Strecke zwischen Jerchel und Weteritz und unter Berücksichtigung der begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel" seien bisher keine Planungen für einen Radweg aufgenommen worden.

Der letzte Plan stamme aus dem Jahr 2010. Die Fortschreibung werde erst 2015 erfolgen. In diesem Zusammenhang sollen voraussichtlich auch die Bewertungsfaktoren und Gewichtungen überarbeitet werden.