Das erste Metal Frenzy-Festival ist Geschichte. Rockgrößen wie Caliban, Six Feet Under und Ensiferum kamen innerhalb von drei Tagen nach Gardelegen. Ob es eine zweite Auflage im kommenden Jahr gibt, ist noch offen.

Gardelegen l Die harten Jungs und Mädels, die von Donnerstag bis Sonnabend das erste "Metal Frenzy"-Festival rockten, feierten vollkommen friedlich. Weder die Polizei, noch der Veranstalter registrierten irgendwelche Vorkommnisse. "Bis auf kleine medizinische Probleme, sind auch alle gesund geblieben", erklärte gestern Robert Röttger, der das Festival organisiert hatte.

Auch mit dem weiteren Ablauf zeigte sich der Gardeleger zufrieden. Vor allem am Sonnabendnachmittag zeigte die Crew, dass sie im Ernstfall schnell auf der Matte stand. Der Wind hatte ein Loch in die Bühne gerissen und das Zelt, unter dem das Mischpult stand, weggeweht. Doch die Techniker bekamen das zügig in den Griff.

Etwas anders lief es, als die Sonnabend-Hauptband spielen sollte. Ensiferum aus Finnland brachten ihre eigenen Techniker mit, die mit der Materie nicht ganz so klar kamen. Die Fans warteten aber geduldig auf die Skandinavier, die den abschließenden Höhepunkt des Festivals markieren sollten. Allerdings setzte die letzte Gruppe noch einen drauf. "Wir brauchen keinen Soundcheck. Wir sind nicht Ensiferum", spotteten die Musiker von den Excrementory Grindfuckers, die ihren Auftritt mit einem Weihnachtslied begannen - Tannenbäume inklusive. Bei den Abendtemperaturen passte das auf jeden Fall.

Und auch sonst war diese Band anders als alle anderen. Statt Applaus, forderten die Musiker das Publikum auf, sie auszubuhen. Dazu bauten die Künstler in ihre harte Musik beispielsweise Passagen aus David Hasselhoffs "Looking for Freedom" oder Rex Gildos "Fiesta Mexicana" ein. Sogar Zuhörer, die mit der Musik nichts anfangen konnten, hatten ihren Spaß mit den Grindfuckers, da man nicht aus dem Lachen herauskam. Doch kurz nach 1 Uhr war auch ihr Auftritt vorbei und damit das erste Festival am Gardeleger Freibad.

Ob es eine zweite Auflage des Metal Frenzy im kommenden Jahr gibt, stehe laut Röttger noch nicht fest. "Die Entscheidung hängt nicht nur von mir, sondern auch von anderen Leuten ab", erläutert der 25-Jährige. "Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass mehr Besucher aus der Region gekommen wären", nennt Robert Röttger einen Wermutstropfen der Metal Frenzy-Premiere.

   

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