Letzlingen l Der Vertrag mit dem industriellen Betreiber des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) in Letzlingen wurde kürzlich um weitere vier Jahre verlängert. Das teilte Oliver Hoffmann, Pressereferent bei Rheinmetall Defence in Düsseldorf, mit.

Somit seien die Arbeitsplätze der rund 250 zivilen Mitarbeiter der Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark GmbH bis einschließlich 2018 gesichert, bestätigte Hoffmann auf Nachfrage der Volksstimme. Der bestehende Betreibervertrag laufe zum 31. August aus und war für die Dauer von weiteren vier Jahren vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr ausgeschrieben worden.

Rheinmetall Defence war bereits zwischen 2001 und 2003 zu einem Drittel an der ersten Betreibergesellschaft beteiligt. Der darauffolgende Auftrag für die industrielle Betriebsunterstützung des GÜZ von 2004 bis 2008 wurde an ein britisches Unternehmen vergeben. Nach der erneuten Ausschreibung im Jahr 2008 konnte Rheinmetall wiederum mit dem Konzept überzeugen und erhielt den Zuschlag. "Daher sind wir umso glücklicher, dass wir nun erneut zum Zuge kommen", sagte Oliver Hoffmann.

Vertragsverlängerung würdigt Arbeit des Dienstleistungszentrums

Für die Fortführung der Betriebsunterstützung durch Rheinmetall hätten vor allem die Wirtschaftlichkeit und der konzeptionelle Ansatz des Angebotes gesprochen, führte Hoffmann weiter aus. "Und natürlich sehen wir in der Verlängerung des Vertrages auch eine Würdigung der Arbeit, die vom Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark am Standort Letzlingen geleistet wurde."

Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem die Wartung und Instandsetzung der Computer-Hardware. Die IT-Abteilung mache einen enorm hohen Anteil bei der Mitarbeiterzahl aus, bestätigte Oliver Hoffmann. Wartung beziehungsweise Reparatur der Gefechtsfahrzeuge des Ausbildungsverbandes, vom Geländewagen bis zum Kampfpanzer, sowie eine aufwendige Lagerlogistik seien ebenfalls ein recht großer Personalposten. "Wir halten im GÜZ eine Riesenwerkstatt vor. In der sogenannten Einrüsthalle können dutzende Panzer in Reihe stehen." Ebenso gehören der Betrieb des Kommunikationsnetzes, der Laser-Duellsimulatoren, der Fahrdienst sowie Pflege und Lagerung der zahlreichen Simulationstechniken zu den Aufgabengebieten der zivilen Mitarbeiter.

Der Leistungsumfang kann, je nach Nutzungsumfang durch den Auftraggeber - die Bundeswehr - bis zu 70 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren betragen, erläuterte Oliver Hoffmann.