Es war ein Sommerfest für Jung und Alt: Ob Wallführung mit Bürgermeister Julius Beck oder Kaffeeplausch, kreative oder sportliche Betätigung, vom Schlager bis zum Rock. Für jede Generation war am Sonnabend im Lindenhofgarten etwas dabei.

Gardelegen l Die kleine Lily Strick griff ganz tief in die Kiste, die ihr Volkssolidaritätsmitarbeiterin Iris Lüders hinhielt, und holte staunend einen winzigen Holzstuhl heraus. Ein Symbol sei das, hatte ihr ihre Mama schon verraten. "Es steht für etwas, das wir bei uns in der Begegnungsstätte anbieten, half Lüders nach. Und zur Freude der Erwachsenen und natürlich zum Stolz ihrer Oma Stefanie Strick, die ebenfalls bei der Volkssolidarität arbeitett, kam die Kleine tatsächlich darauf. Lily tippte auf Stuhltanz, lag damit genau richtig und gewann eine große Flasche Seifenblasen.

Es waren eben die kleinen Erlebnisse, die das erste generationsübergreifende Sommerfest im Lindenhof zu etwas Besonderem machten: Zusammensitzen bei Kaffee und leckerem Kuchen - den übrigens auch die Damen der Volkssolidarität gebacken hatten, dabei der Schlagermusik lauschen, die vom Gardeleger Duo "Na und" und Sängerin Maria Hellge kam. Schunkeln, Plaudern, den einen oder anderen Bekannten mal wieder treffen oder den Damen der Handarbeitsgruppe über die Schulter schauen - das alles stand am Sonnabendnachmittag im Mittelpunkt bei den älteren Semestern. Und da die Sonne es gut meinte, schauten tatsächlich viele Senioren vorbei.

Volkssolidarität und Jugendclub Mood sorgten für Mitmach-Angebote

Genauso schön war es aber auch für die Kinder. Dafür sorgten die Mitarbeiter des Jugendförderungszentrums, speziell die des Jugendclubs Mood. Sie hatten nämlich nicht nur sportliche Spiele, wie Wikingerschach oder das Balancierseil mitgebracht, sondern auch eine Bastelstraße aufgebaut, an der die Kinder Gipsfiguren bemalen und den neusten Trend ausprobieren konnten, bei dem kleine Gummiringe zu Armbändern oder Ketten, sogenannten Rainbow Looms, verknüpft werden.

Ebenso bunt wie ein Regenbogen wurde dann unbestritten das Schwungtuch der Volkssolidarität zum Symbol für den gemeinsamen Spaß aller Generationen: Kinder, Eltern und Großeltern fassten nebeneinander zu, ließen den Ball kreisen oder tauschten unter dem wehenden Tuch die Plätze. Ein schönes Bild.

Sehr zufrieden damit, wie gut das Angebot angenommen wurde, zeigte sich am Sonnabend dann auch Gabriela Winckelmann: "Fürs erste Mal ist das eine tolle Beteiligung", freute sich die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, die sich an der Organisation maßgeblich beteiligt hatte. Dafür, dass es eine gelungene Veranstaltung wurde, hatten neben der Stadt aber auch die Volkssolidarität, das Jugendförderungszentrum, der Altmarkkreis und weitere Sponsoren gesorgt.

Entstanden war die Idee für das generationsübergreifende Fest im Rahmen des 1. Gardeleger Kulturtreffs im Dezember vergangenen Jahres. Auf Initiative der Stadt hatten sich interessierte Bürger zusammengesetzt, um das kulturelle Leben in Gardelegen weiter auszubauen.

Die Idee hatte dann schließlich die Gardeleger Kultband Jolana aufgegriffen. Die dienstältesten Rocker der Stadt hatten spontan ihren Auftritt im Lindenhofgarten zu einem symbolischen Preis angeboten. Ein Geschenk für ihre Fans in Gardelegen, die somit auch den bisher einzigen öffentlichen Auftritt in diesem Jahr erleben durften.

Bis die Männer um Frontsänger Peter (Ali) Kretschmer dann in Saiten und Tasten hauten, musste es jedoch erst Abend werden. Mit bekannten Songs wie Mighty Quinn, Mr. Tambourineman, Keep on Running oder Bad Moon Rising holten sie ihre Fans dann ganz schnell zurück in die guten alten Rockerzeiten der 1970-er Jahre und füllten - trotz wenig sommerlicher Temperaturen - gewohntermaßen schnell die Tanzfläche vor der Lindenhofbühne. In den Bandpausen zeigte Sängerin Maria Hellge, dass sie neben Schlagern auch rockig singen kann.

   

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