Die Besucher des ersten "Metal Frenzy"-Festivals fanden nur lobende Worte für die Auftaktveranstaltung. Ob es eine zweite Auflage gibt, hängt davon ab, ob Organisator Robert Röttger weitere Sponsoren finden kann. Ansonsten ist das Fest finanziell nicht zu stemmen.

Gardelegen l Wenn es nach Robert Röttger, dem Organisator des ersten "Metal Frenzy"-Festivals am Gardeleger Freibad geht, wird es im kommenden Jahr eine Neuauflage der Veranstaltung geben. "Ich habe bereits mit den Landwirten, die die Fläche zur Verfügung gestellt haben, und der Bühnenfirma gesprochen. Beide Partner wären wieder mit dabei", erklärt Röttger im Gespräch mit der Volksstimme und fügt hinzu: "Allerdings liegt die Entscheidung nicht allein bei mir, ob es ein zweites Festival gibt." Der 25-Jährige spielt damit auf offene finanzielle Fragen an.

Bei seiner Premiere konnten die Eintrittsgelder der mehr als 1000 Besucher die Kosten nicht decken. Am Ende standen für Robert Röttger und seinen Vater Frank, die mit ihrer Firma das Festival ausgerichtet haben, ein dickes Minus unter dem Strich. "Es wird drei bis vier Jahre dauern, bis sich das Metal Frenzy rechnet. Das kann ich nicht auf mich nehmen", sagt der junge Mann.

Da die Resonanz bei den Gästen so gut war, will der Gardeleger in den nächsten Wochen versuchen, weitere Sponsoren für die Veranstaltung zu gewinnen. Auch Bürgermeister Konrad Fuchs wünscht sich eine Neuauflage der Veranstaltung und sicherte die Unterstützung der Stadt zu, die sich aber eher auf Hilfe beim Erstellen von Anträgen und dem Zur-Verfügung-Stellen der Feuerwehr beschränken werde. "Eine finanzielle Unterstützung ist, wenn überhaupt, nur im begrenzten Maße möglich und muss von der Politik gewollt sein", erklärt Fuchs. "Ich werde die Sache im vollen Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen", versprach der Stadtchef, der sich auch 2015 über viele Besucher von außerhalb freuen würde.

Damit bei einem möglichen zweiten "Metal Frenzy" noch mehr Gäste angesprochen werden, würde Robert Röttger feine Nachjustierungen an der musikalischen Ausrichtung vornehmen. "Etwas weniger Deathmetal" soll es geben, so dass das Festival etwas softer wird. Zum Beispiel könne sich Röttger vorstellen, Bands wir Torfrock anzufragen. Aber auch sonst habe er bereits einige Ideen für große Bands, die er gerne nach Gardelegen holen will. "Wenn ich genug Sponsoren gefunden habe, geht es gleich mit der Planung los", kündigt der 25-Jährige an.

Abschließend richtet sich der Gardeleger noch einmal an die Familien Gerlach und Gaudian, die das Areal zur Verfügung gestellt haben. "Ohne sie wäre das Festival nicht möglich gewesen", bedankt er sich.