Nach vier Jahren Dienst in Gardelegen - und zwar auf den Tag genau - tritt Kantorin Natalia Gvozdkova am 1. November dieses Jahres eine neue Stelle in der Wesermarsch an. Sie verabschiedet sich mit einigen Konzerten.

Gardelegen l "Ich habe noch einmal die Herausforderung gesucht", begründet Natalia Gvozdkova ihren Weggang. Allgemein bekannt ist ihre Liebe zu den historischen Orgeln, doch was viele nicht wissen, ist, dass die Organistin sich schon seit einigen Jahren auch für die Tätigkeiten als Orgelsachverständige interessiert und sich in dieser Richtung auch weitergebildet hat.

Im Kreis Wolmirstedt hat sie nebenamtlich in diesem Feld schon gearbeitet, nun kann sie ihr Wissen an der neuen Stelle noch weiter anwenden. "Die Stelle umfasst 50 Prozent Kantorendienst an einer Gemeinde und 50 Prozent als Orgelsachverständige in der gesamten Oldenburgischen Landeskirche", erklärt Natalia Gvozdkova.

"Ich habe mich hier vom ersten Tag an wohlgefühlt."

Dennoch verlässt sie Gardelegen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Ich habe mich hier vom ersten Tag an sehr wohlgefühlt, und über die Jahre sind auch Freundschaften entstanden." Nicht nur ihr Orgelspiel wird vermisst werden, auch die Chöre Gardelegen sowie Mieste-Dannefeld und der Posaunenchor Mieste lassen ihre Leiterin nur ungern gehen.

Bevor es aber soweit ist, werden Musikfreunde aus Gardelegen und Umgebung noch mehrfach in den Genuss von Natalia Gvozdkovas Orgelspiel kommen.

So gibt es am Sonntag, 14. September, um 17 Uhr, nach der offiziellen Einführung von Martin Goetzki als neuem Pfarrer von Gardelegen, ein Konzert gemeinsam mit der Sopranistin Annegret Schönbeck aus Stade. Schon 2011 war die Sopranistin in einer Triobesetzung in der Marienkirche zu hören. Nun als Duo mit Gesang und Orgel beziehungsweise Cembalo. Das vielfältige Programm wird weltliche und geistliche Musik aus der Zeit des Barock sowie der Romantik umfassen mit Komponisten aus Deutschland, England und Italien.

Annegret Schönbeck hat Kirchenmusik und Alte Musik studiert und konzertiert regelmäßig nicht nur in ihrem heimatlichen norddeutschen Raum. Ihr Repertoire umfasst Kompositionen von mittelalterlicher bis hin zu zeitgenössischer Musik. Ein Konzert, das sicher in Erinnerung bleiben wird. Wie immer wird der Eintritt frei sein.

Allein wird Natalia Gvozdkova in ihrem letzen Soloorgelkonzert am 18. Oktober ab 17 Uhr in der Marienkirche in Gardelegen zu hören sein, bevor sie im Gottesdienst am 26. Oktober offiziell verabschiedet wird. An ihrem letzten Arbeitstag in Gardelegen, am 31. Oktober, wird sie den Festgottesdienst zum Reformations tag um 10 Uhr musikalisch gestalten.