Oberst Gunter Schneider wurde am Freitag als Leiter des Gefechtsübungszentrums Heer in Letzlingen von seinen Aufgaben entbunden. Er übergab die Führung an Oberst Uwe Alexander Becker, der nun für das Kommando verantwortlich ist.

Letzlingen l Oberst Hartmut Renk, Leiter Zentralbereich des Einsatzführungsstabes im Bundesministerium der Verteidigung, war gestern Mittler zwischen dem scheidenden Leiter des Gefechtsübungszentrums Heer (GÜZ) in Letzlingen, Oberst Gunter Schneider, und dem neuen Kommandeur, Oberst Uwe Alexander Becker. Die Übergabe des Kommandos fand mit einem feierlichen Appell statt.

Mit einem letzten zackigen "Guten Tag, Herr Oberst" beantworteten die Soldaten des Standortes, Angehörige des Sanitätszuges und zivilen Mitarbeiter gestern Vormittag den Gruß von Oberstleutnant Gunter Schneider zu Beginn des Appells. Ein formloseres "Einen wunderschönen guten Morgen" wünschte der scheidende Leiter des GÜZ den zahlreichen zivilen Gästen am Rande des Appellplatzes. Die Zeremonie wurde mit dem Einmarsch des Heeresmusikkorps Neubrandenburg, gefolgt von der Ehrenformation mit der bundesdeutschen Nationalflagge eingeleitet.

Als eine abwechslungsreiche und hoch interessante Zeit ließ Gunter Schneider die vergangenen zwei Jahre als Leiter des GÜZ Revue passieren. "Herausforderungen, Begegnungen und bemerkenswerte Momente auf einem der einzigartigsten Dienstposten, die das deutsche Heer zu vergeben hat", seien ihm während dieser Zeit begegnet, sagte Schneider. Eine besondere Herausforderung sei dabei die Aufgabe als Standortältester gewesen.

"Sie, meine Güzianer, haben mir meine Aufgaben leicht gemacht."

Oberst Gunter Schneider

Denn die militärische Sicherheit des Standortes, vor allem während der Phasen des sogenannten Camps gegen das GÜZ, dabei vor allem die Unversehrtheit der Menschen und technischen Einrichtungen zu gewährleisten, habe im Vordergrund gestanden. Bei all diesen Aufgaben habe er sich "immer von einem hochprofessionellen, äußerst engagierten Team, nämlich meinen Soldaten, dem Sanitätszug und meinen zivilen Mitarbeitern" umgeben gewusst, lobte Schneider. "Sie, meine Güzianer, haben mir das Angehen der Aufgaben leicht gemacht und mich dabei stets vorzüglich unterstützt." Für das gute nachbarschaftliche Miteinander im zivilen Umfeld, mit den Ortsbürgermeistern und der Verwaltung der Garnisonsstadt Gardelegen bedankte sich Schneider ebenfalls. "Ohne Sie wäre ein zukunftsfähiges GÜZ nicht machbar", wandte er sich letztlich an die zivilen Gäste.

Gunter Schneider wird zukünftig in Munster, bei der Panzer-Lehrbrigade, Dienst leisten. Sein Nachfolger, Uwe Alexander Becker, kommt vom Heereskommando Bonn/Strausberg als neuer Leiter des GÜZ in die Altmark. Begrüßt wurde Becker von Hartmut Renk, der für den neuen Leiter einen kurzen Ausblick auf die kommenden Aufgaben warf. "Ihre Aufgabe wird nicht leicht. Aber eines ist garantiert: Sie wird fordernd, vielschichtig und spannend." Dafür wünschte Renk ihm "eine gute Hand und Soldatenglück".

Oberst Uwe Alexander Becker, gebürtig in Lingen/Niedersachsen, trat 1982 als Offiziersanwärter in die Bundeswehr ein, studierte Pädagogik in Hamburg und war zwischen 1987 und 2012 an verschiedenen Standorten in Deutschland stationiert. Unter anderem diente er von 2003 bis 2005 als Kommandeur des Panzerpionierbataillons in Havelberg. Nach den weiteren Standorten Münster, Erfurt und Minden war er von 2012 bis zur Übernahme des GÜZ gestern Referatsleiter beim Kommando Heer in Bonn/Strausberg.

   

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