Die Altmark so familienfreundlich gestalten, dass Familien hier ihre Zukunft sehen und finden können, ist das Ziel des Bündnisses "Familienfreundliche Initiative im Altmarkkreis Salzwedel". Am Mittwoch trafen sich Initiatoren, Beteiligte und mögliche Unterstützer in Zichtau.

Zichtau l Was sich zunächst wie trockene Theorie anhört, soll in der kommenden Zeit weiter und fortschreitend mit Leben erfüllt werden. Die Altmark soll noch familienfreundlicher werden - durch Vernetzung von Institutionen, Unterstützern und deren Ideen. Darüber sprachen und diskutierten Vertreter aus Lokalpolitik, dem Jugendamt des Altmarkkreises, Gleichstellungsbeauftragte der Kommunen und weitere Teilnehmer beim Familien-Zukunftscafé in Zichtau.

Noch familienfreundlicher deshalb, weil der Altmarkkreis nicht nur nach Aussage von Landrat Michael Ziche zu diesem Thema bereits recht gut aufgestellt ist. Auch Iris Fuchs, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Bundesagentur für Arbeit, listete auf, welche Vorteile der Altmarkkreis bereits hat. Ausreichende und preiswerte Plätze für Kinderbetreuung, preiswerten Wohnraum und preiswerte Baugrundstücke seien Standortvorteile. "Und der Arbeitsmarkt verbessert sich ebenfalls. Es ist für Familien wichtig, auf ein gesichertes Einkommen setzen zu können.

"Dies alles zusammengenommen sind Vorzüge, die wir auch über die Initiative ,Grüne Wiese Altmark` überregional präsentieren können und müssen", sagte Iris Fuchs in ihrer Begrüßungsansprache. Gäste der Veranstaltung waren unter anderem Vertreter des Jugendamtes, des Gesundheitsamtes, die Bürgermeister von Klötze und Arendsee, die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen aus Kalbe, Klötze, Arend-see und Stendal, Vertreter des Kreissportbundes und des Seniorenbeirates im Altmarkkreis. "Wir haben und bemüht, Fachleute reinzuholen, die in der Materie sind und wissen worum es geht" erklärte Claudia Masuch, Gleichstellungsbeauftragte des Altmarkkreises Salzwedel.

In drei Workshops, die von allen Teilnehmern durchlaufen wurden, diskutierten die Männer und Frauen miteinander, legten ihre Ideen vor und lieferten sich teils kontroverse Diskussionen. Die Themen waren alle auf die Zukunft gerichtet. "Wie wir leben werden", "Wie wir arbeiten werden" und "Wie wir füreinander sorgen werden" lauteten sie. "Es ist uns wichtig, dass Sie heute und hier nicht als Fachleute auf die Themen blicken sondern vielmehr als Familienmenschen, als Tochter, Sohn, Mutter, Vater, Oma oder Enkel", bat Claudia Masuch vor Beginn der Workshoprunden.

Das von Iris Fuchs, Claudia Masuch, Yvonne Hollmann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit in Stendal, sowie Marita Liedloff, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Salzwedel organisierte Familien-Zukunftscafé hatte durchaus den gewünschten oder erhofften ersten Erfolg gebracht, wie Claudia Masuch im Volksstimmegespräch sagte. Viele Ideen seien zusammengekommen. Unter anderem wurde deutlich, dass das Thema Familienpaten, das im Landkreis Stendal bereits durch den Verein Kinderstärken organisiert wird, auch für den Altmarkkreis interessant ist. Familienpaten würden ehrenamtliche kurzzeitige Unterstützung für Familien bieten können. "Etwa nachmittags mal ein Kind aus dem Kindergarten abholen oder morgens hinbringen, weil Eltern arbeiten müssen", nannte Claudia Masuch ein Beispiel