Gardelegen (ako) l Ketten und Armbänder, Ansichtskarten und Schiffsmodelle, Teddybären und Unikate an Umhängetaschen, Fotografien und Blumendekoration - die unterschiedlichsten Ergebnisse ihres jeweiligen Hobbys stellten gestern die Akteure im großen Saal des Schützenhauses aus. An neugierigem und interessiertem Publikum mangelte es auch in diesem Jahr wieder nicht. Und so konnten die Hobbybastler und -handwerker auch so einige Stücke an begeisterte Liebhaber verkaufen. Andere wiederum, wie die Gardeleger Hobbyfotografen, zeigten eine Fotoausstellung mit fantastischen Motiven, von großformatigen Blüten bis zum verlassenen Industriegelände, auf dem sich die Natur mit morbidem Charme wieder ausbreitet.

Wie kommt man eigentlich zum Hobby? Die Frage konnten gestern gleich zwei Aussteller mit recht ähnlichen Geschichten beantworten. So wollte Veronika Methe ihre Berliner Verwandschaft mit originellen Karten zum Spargelessen in die Altmark einladen. Doch die Suche in den Geschäften blieb erfolglos. "Da war einfach nichts dabei, das mit gefallen hat. Also habe ich selbst was gebastelt", erzählt die Gardelegerin. "Es ist dann zwar niemand gekommen, weil sie keine Zeit hatten, aber dafür hatte ich ein neues Hobby", sagt sie lachend.

"Was soll ich denn damit?"

Modellbauer Hans-Joachim Meyer aus Gardelegen bekam vor einigen Jahren einen Modellbausatz zum Geburtstag geschenkt. "Was soll ich denn damit?", sei seine erste Frage gewesen, erzählt er. Mittlerweile hat er 15 Flugmodelle und 7 Schiffsmodelle zusammengebaut - "aber immer nur im Winterhalbjahr", betont der 81-Jährige.

Bunte Pantoffeln aus Filz, Strickpuppen, vom Hund über die Katze bis zur Eule - Stofftiere, genäht und gestrickt, zeigte Gundula Jakubek an ihrem Stand. Sterntraumlampen stellten Sabina Hille-Nielebock und Christel Hensel aus. Beleuchtete Türkränze, Glückwunschkarten, Geschenkedosen, bedruckte T-Shirts, geätzte Gläser, Fadengrafiken und, und, und. Der Vielfalt waren beim Thema Hobby und Hobbymesse keine Grenzen gesetzt.

   

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