Mit 1491 geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigem im Jahr 2012 liegt der Altmarkkreis Salzwedel im Land Sachsen-Anhalt auf dem sechsten Platz. Spitzenreiter ist der Landkreis Jerichower Land. Dort schufteten Arbeitnehmer durchschnittlich 1510 Stunden.

Salzwedel l "Ja, ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt": Als die deutsche Band "Geier Sturzflug" 1982 mit ihrem Hit auf Platz eins der Charts stürmte, dachte die Gruppe sicher nicht an die fleißigen Sachsen-Anhalter. Denn die haben 2012 insgesamt 1489,4 Millionen Stunden gearbeitet. Das entsprach 1482 Stunden je Erwerbstätigen (Bundesdurchschnitt 1393 Stunden). Laut Berechnungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt gibt es beim Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen auf Kreisebene für die Jahre 2009 bis 2012 innerhalb des Landes deutliche regionale Unterschiede. Der Landkreis Jerichower Land erreichte mit einer jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1510 Stunden den höchsten Wert. Es folgten die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau mit 1508 sowie die Landkreise Anhalt-Bitterfeld mit 1504 und der Saalekreis mit 1501 Stunden. Die geringsten Arbeitszeiten wiesen der Landkreis Salzlandkreis mit 1455 Stunden sowie die kreisfreien Städte Halle mit 1452 und Magdeburg mit 1461 Stunden aus. Für den Altmarkkreis Salzwedel wurden 1491 und für den Landkreis Stendal 1485 Stunden ermittelt.

Zahl der Stunden ist gesunken

Die Zahlen sind beeindruckend. Kamen im Altmarkkreis Salzwedel im Jahr 2000 noch 58,2 Millionen Arbeitsstunden zusammen (pro Kopf 1574 Stunden), so sank der Wert zehn Jahre später um 3,2 Prozent auf 56,4 Millionen beziehungsweise 1497 Stunden. Der Blick in den Nachbarkreis Stendal zeigt, dass dort im Jahr 2000 noch 80,5 Millionen gearbeitet wurden, 2012 allerdings nur noch 70,2 Millionen Stunden - ein Minus von 12,7 Prozent.

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes hat einen Grund. Laut Statistischem Landesamt sei dies auf die Größenordnung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und den Anteil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis zurückzuführen. Dabei sei vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. Zudem liege die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit in den Regionen des Landes höher, in denen Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen.