Auch in der neuen EU-Förderperiode soll das Stark-III-Programm zur Modernisierung und energetischen Sanierung von Kindereinrichtungen und Schulen greifen. Die Verwaltung der Stadt Kalbe reicht vorsorglich schon einmal vorläufige Anträge ein. Denn die müssen bis 30. September vorliegen.

Kalbe l Der Stadtrat von Kalbe tagt erst am 6. November das nächste Mal. Zu spät, um rechtzeitig zu entscheiden, ob und für welche Sanierungsmaßnahmen Geld im Zuge des Stark-III-Programmes beantragt werden soll. Die Mitteilung, dass dieses Programm, das die Modernisierung und energetische Ertüchtigung von Kindereinrichtungen und Schulen umfasst, in der neuen EU-Förderperiode wieder aufgelegt wird, hat die Stadtverwaltung laut Bauamt erst vor gut einer Woche vom Altmarkkreis Salzwedel erhalten. Dieser bündelt die vorläufigen Anträge und muss sie dann bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt einreichen. Einsendeschluss dafür ist jedoch schon der 30. September.

Zwei Tagesstätten und der Kalbenser Hort stehen auf der Liste

Deshalb werde die Verwaltung nun schon einmal ein paar vorläufige Anträge formulieren, und zwar für jene Maßnahmen, die in der zurückliegenden Förderperiode nicht berücksichtig worden seien, wie Bürgermeister Karsten Ruth auf Volksstimme-Anfrage informierte. Das bedeute aber nicht, dass es eine Verpflichtung gäbe, diese Maßnahmen dann auch wirklich umzusetzen. Denn das habe natürlich mit Blick auf die Haushaltslage der Stadtrat zu entscheiden.

Konkret geht es bei besagten Maßnahmen um die drei größten Kindereinrichtungen der Einheitsgemeinde: die Kita "Märchenland" und den Hort "Abenteuerland" in Kalbe sowie das "Zwergenland" in Kakerbeck. Letzteres hat zwar kürzlich im Zuge des sogenannten U-3-Programms eine Teilsanierung erfahren. Doch war davon ausschließlich der Krippenbereich, in dem Kinder unter drei Jahren betreut werden, betroffen. Aber auch im Kindergartenbereich gibt es noch Investitionsbedarf.

Das gilt ebenso für das "Märchenland". Hier stehen vor allem die Erneuerung des Daches und natürlich die Vervollständigung der Fassade auf der Agenda. Letztere ist nämlich bislang nur auf einer Seite gedämmt und neu gemalert. Das mutet für manchen Betrachter an wie ein Schildbürgerstreich, war aber aus finanziellen Gründen nicht anders für die Stadt zu händeln, die ja bei Förderungen stets einen Eigenanteil aufbringen muss. Laut Bauamt braucht die Kita aber auch ein ordentliches Regenentwässerungssystem. Das müsste dann ebenfalls Gegenstand des Förderantrages werden.

Der Hort in Kalbe, in den in den vergangenen Monaten bereits rund 420000 Euro investiert worden sind, braucht hingegen noch eine neue Fassade. Dann wäre die energetische Sanierung mithilfe des Stark-III-Programmes komplett abgeschlossen.

Die neue Förderperiode läuft bis 2020.