Babykonzerte gibt es unter anderem im Leipziger Gewandhaus. Am Sonnabend fand ein erstes in der Altmark, in der Gardeleger Kita Arche Noah, statt.

Gardelegen l Nein, dieses Publikum war nicht die ganze Zeit über andächtig leise und lauschte den Harfenklängen. Stattdessen wurde fröhlich gequietscht und herumgelaufen, denn beim ersten Babykonzert im Rahmen der Altmarkfestspiele waren viele Zuhörer ganz jung - und das sollte auch so sein. Wobei es doch erstaunlich war, wie die teils erst wenige Monate alten Kinder gerade zu Beginn des Konzertes aufmerksam den Harfenklängen der Berlinerin Eva Curth lauschten.

Zwölf Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre sowie rund 20 Eltern und Großeltern waren zur Konzertpremiere gekommen. Sogar aus Magdeburg waren Gäste eigens für das Konzert angereist. Carmen Seehafer vom Team der Altmarkfestspiele war nicht nur sehr angetan von der Besucherresonanz, sondern auch vom Veranstaltungsort. Denn die Altmarkfestspiele, die 2014 zum ersten Mal stattfinden, stehen unter dem Credo, Kultur an besonderen Orten stattfinden zu lassen. Und das war der Dachboden der integrativen Kita Arche Noah allemal. "Es ist fantastisch, ein idealer Ort", sagte Seehafer und sprach Kita-Leiterin Petra Müller ein großes Dankeschön dafür aus, dass die Arche als Konzertort zur Verfügung stand.

Auf Decken, Matratzen, Bänken und Stühlen konnte jeder Gast - entsprechend seiner Alterklasse - 45 Minuten wunderschöne Harfenmusik erleben. Harfenistin Eva Curth warb bei den Eltern eindringlich darum, dass sie ihren Kindern möglichst viel vorsingen, "denn Kinder sind keine Musikkritiker". Wichtig sei einfach nur, dass die Musik nicht vom Band komme, sondern echt sei. Curth spielte klassische Stücke wie auch Volksweisen auf ihrer Harfe, dazu gehörten etwa auch die Lieder vom kleinen Apfel und "Guten Abend, gut` Nacht". Da war Mitsingen angesagt. Im Anschluss war das Ausprobieren gefragt, jeder durfte einmal an der Harfe zupfen oder das Holz anfassen, wenn Curth spielte. Dabei hatte auch der sieben Monate alte Simon Johannes Lerche aus Berkau sichtlich Freude, der auf dem Arm von Opa Friedhelm Wichmann aus Lindstedterhorst das Instrument erkundete. "Sehr gut" hat auch Susanne Streidt aus Gardelegen das Konzert gefallen, die mit ihrer Tochter Lara-Mathilda von Kleist gekommen war. Für Carmen Seehafer steht fest: Es wird nicht das letzte Babykonzert in der Altmark gewesen sein.

 

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