Gardelegen (gb) l Ein ungewöhnlicher Notruf ging am Sonnabend gegen 16.45 Uhr in der Leitstelle des Altmarkkreises ein. Anwohner eines Wohngebietes an der Bertolt-Brecht-, Ecke Baucke-Straße hatten beim Graben in ihrem Garten einen eigenartigen Geruch wahrgenommen und tippten auf Gas. Daraufhin eilte ein Einsatztrupp der Gardeleger Feuerwehr zum Wohngebiet. Auch die Kameraden konnten einen besonderen Geruch wahrnehmen, diesen aber nicht zuordnen, zumal das Wohnhaus über gar keinen Gasanschluss verfügt.

Dennoch wurden die Bewohner im Umkreis von 100 Metern vorsichtshalber evakuiert und Fachleute des örtlichen Energieversorgers informiert. Angefordert wurde zudem der Messwagen aus Kalbe.

Weder das Spezialfahrzeug der Wehr, noch die Experten des Gasanbieters konnten indes einen Gasaustritt messbar feststellen. Der Einsatz, an dem 41 Einsatzkräfte beteiligt waren, wurde gegen 19 Uhr beendet. Die Polizei gab die Wohnhäuser wieder frei.

Angesichts des Einsatzes informiert die Leitstelle, dass Erdgas bereits seit 2003 nicht mehr der jahrzehntelang typische schwefelartige Geruch nach faulen Eiern anhaftet. Ausgetretenes Gas riecht seit nunmehr elf Jahren eher klebstoffartig.