Jedes Jahr strömen mehr Besucher zum Schaupflügen nach Köckte. Die historische Technik und das Können der Teilnehmer mit den Pflügen und Zugmaschinen beeindruckten am Sonntag einmal mehr.

Köckte l Im ersten Jahr seien sie noch unter sich gewesen, berichtet Mitorganisator Christoph Polzin am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Acker am Ortseingang von Köckte. Das zweite Schaupflügen hätte dann schon einige Teilnehmer mehr gehabt und so sei es eben einfach gewachsen, erzählt Polzin.

Die Idee für ein eigenes Schaupflügen hatten einige Köckter Herren von der gleich gearteten Veranstaltung in Winterfeld mitgebracht. Ihr Organisationsteam benannten sie in Anlehnung an die landwirtschaftliche Historie einfach Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Einmal im Monat treffen sie sich in lockerer Runde. Wenn jedoch das Schaupflügen ansteht, dann sitzen sie mindestens einmal in der Woche zusammen und planen dieses große Ereignis. "Und wir holen damit mehr Leute nach Köckte als mit einem Dorffest", bestätigt Vorsitzender Christoph Polzin schmunzelnd.

40 Parzellen für die zunächst 35 angemeldeten Teilnehmer waren für das Pflügen vorbereitet worden. Am Feldrand stand zudem ein Bereich zum Probepflügen zur Verfügung. Die motorisierten Zugmaschinen waren ausschließlich Oldtimer. "Bis zum Baujahr 1980 ist die Technik heute hier vertreten", erklärte Henning Giggel.

Bei den mit jeweils einem PS vertretenen vierbeinigen Teilnehmern spielte das Alter jedenfalls keine Rolle. In der Kategorie Pferdepflug blieb Norman Fehse-Grothe aus Wenze am Vormittag dennoch zunächst der einzige Teilnehmer.

Außerdem traten die Teilnehmer des Schaupflügens noch in den Kategorien Anbaupflug und Anhängepflug an. Die zu bewertenden Kriterien waren wie immer zahlreich und wurden von der Jury streng überwacht. Punkte gab es für den Auseinanderschlag der Furche, den Zusammenschlag, die Höhe der Furchendämme, die Gleichmäßigkeit der Höhe, die Geradlinigkeit der Furche, für die Schlussfurche und die Tiefe der Furche - letztere sollte idealerweise bei 20 Zentimetern liegen.

Außer den Traktoren, Pflügen und ihren Fahrern oder Lenkern bei der Arbeit zuzuschauen, gab es mit einer großen Oldtimerausstellung, einer Holzversteigerung und dem Kettensägen-Bildhauer Ulf Prange ein interessantes Rahmenprogramm. Gekürt wurde außerdem die schwerste Kartoffel. In der Kita "Abenteuerland" war Herbstdekoration gebastelt worden, die zugunsten der Kita verkauft wurde, Und auch der Erlös der Tombola kam der Kita zugute.

   

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