Der Goliath-Pokal der Kalbenser Schützengilde steht nun für ein Jahr in der Region Gardelegen. Denn Michael Schulz, Mitglied des dortigen Schützenvereins, konnte die Wandertrophäe am Wochenende im Beisein vieler Wettkampfteilnehmer entgegennehmen.

Vahrholz l Wochenlang war um diese Trophäe gewetteifert worden. Der Goliath-Pokal ist begehrt. Nicht nur bei Schützen. Ist er doch mit einem nicht ganz unbeachtlichen Preisgeld gekoppelt.

Und so beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder viele Menschen, die nicht in einem Schützenverein organisiert sind, an dem Wettkampf. Er wurde an insgesamt elf Tagen im September im Vahrholzer Schießstand veranstaltet. Dieser gehört der Schützengilde Kalbe, die das Schießen um den Goliath-Pokal vor nunmehr 16 Jahren initiiert hat. Konnten sich ihre Mitglieder im vergangenen Jahr noch darüber freuen, dass der Pokal in den eigenen Reihen blieb - Andreas Schulz hieß damals der Sieger -, so wird er nun für ein Jahr im Raum Gardelegen stehen. Denn von dort stammt der diesjährige Gewinner Michael Schulz. Er hat einen Gesamtteiler - die zwei besten davon kamen in die Wertung - von 8,6 erzielt, gefolgt von Fritz Schulz mit 10,9.

Allerdings ist diesem Kalbenser das Kunststück gelungen, einen sagenhaften Einzelteiler von 0,6 zu erzielen. "Das ist das beste Ergebnis, das ich je geschafft habe", so Schulz. "Vorher lag mein bester Einzelteiler bei 1,2." Und auch das war schon ein super Ergebnis. Der Teiler, der ganz exakt von einer speziellen Maschine errechnet wird, sagt aus, wie dicht sich ein Schuss an der 10, also der Mitte der Zielscheibe befindet.

Fritz Schulz hatte am Sonnabendabend während der gut besuchten Auswertungsveranstaltung im Schießstand Vahrholz aber auch noch einen anderen Grund zur Freude. Der kommissarisch tätige Chef der Schützengilde, Peter Niebel, nutzte nämlich die Gelegenheit, seinem Amtsvorgänger eine ganz besondere Urkunde zu überreichen. Sie zeichnet diesen nun ganz offiziell als Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit aus. Eigentlich war geplant gewesen, Schulz diese Auszeichnung schon während des Schützenfestes im August zu überreichen. Doch hatte er da aus privaten Gründen gefehlt.

Am diesjährigen Goliath-Pokalschießen, bei dem es für die drei Besten Geld- und für alle nachfolgend Platzierten Sachpreise zu gewinnen gab, hatten sich insgesamt 80 Personen aus nah und fern beteiligt, darunter auch einige Niedersachsen.

 

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