Metal-Fans aus der Altmark, Sachsen-Anhalt, Deutschland und der ganzen Welt pilgern auch im kommenden Jahr wieder nach Gardelegen. Denn es gibt eine zweite Auflage des "Metal Frenzy"-Festivals.

Gardelegen l Obwohl das "1. Metal Frenzy"-Festival bei fast allen Besuchern gute Kritiken erhielt, stand bis Mittwochabend allerdings auf der Kippe, ob es eine zweite Auflage des Open-Air-Konzerts am Gardeleger Erlebnisbad geben wird. "Finanziell war die Veranstaltung ein Griff ins Klo", gibt Organisator Robert Röttger zu. Doch er ist optimistisch, dass sich im kommenden Jahr das Blatt wenden wird und macht das an punktuellen Verbesserungen des Konzeptes fest.

In diesem Jahr liefen mit dem "Metal Frenzy", das vom 14. bis 16. August ging, parallel fünf Festivals - darunter namhafte wie das "Highfield" und "Summerbreeze". Deshalb zieht Robert Röttger seine Veranstaltung auf die Zeit vom 19. bis 21. Juni vor. "An diesem Wochenende findet zwar normalerweise das Metalfest auf der Loreley statt." Allerdings sei noch nicht sicher, ob dieses Festival überhaupt steigt, erklärt Robert Röttger. Nicht nur am Datum hat der Gardeleger nachjustiert. Statt von Donnerstag bis Sonnabend wie in diesem Jahr, geht das "Metal Frenzy" 2015 von Freitag bis Sonntag.

Am Gesamtkonzept soll sich aber nichts ändern. "Wir wollen fanfreundlich und familiär bleiben", sagt Robert Röttger. Das heißt beispielsweise, dass die Eintrittspreise nicht erhöht werden und das Campen kostenlos bleibt. "Am Freitag startet außerdem der Vorverkauf für 150 besonders günstige Tickets. Die Karten kosten 48 Euro pro Stück", erläutert der Gardeleger. Für 59,90 Euro sind ab sofort auch die normalen Vorverkaufstickets auf der Festival-Internetseite zu haben. Dieses Jahr kamen etwas mehr als 1000 Metal-Fans nach Gardelegen. "Wir wollen und müssen das verdoppeln. Ein weiteres Jahr wäre das ansonsten nicht zu finanzieren", sagt der Altmärker.

Die musikalische Grundausrichtung des Festivals bleibt indes unangetastet. 32 Bands sollen an drei Tagen auf der Bühne stehen. "Das Line-Up (die Band-Zusammenstellung) ist im Prinzip fertig. In den nächsten Wochen und Monaten geben wir alle Namen bekannt", blickt der Veranstalter voraus. "Wir holen auch einige Gruppen in die Altmark, die noch nie in Deutschland gespielt haben. Damit sollten wir auf jeden Fall ein paar nette Akzente setzen", meint der Organisator. Und ergänzt: "Das Line-Up kann auf jeden Fall mit dem von diesem Jahr mithalten. Und bei den Hauptbands sind einige coole Namen dabei."

Dass 2015 wieder einige bekannte Rockbands in die Altmark kommen, ist laut Röttger auch der Stadt Gardelegen zu verdanken. Bei den Gesprächen in den vergangenen Wochen habe sich die Kommune sehr kooperativ gezeigt. Ohne diese Unterstützung und weiterer Helfer, die bereits zugesagt haben, hätte Robert Röttger einen zweiten Anlauf nicht gewagt. Dennoch ist der Altmärker weiter auf der Suche nach größeren Sponsoren. Die gebe es bisher nicht.

Das Festival im Internet: www.metal-frenzy.de