Kalbe l Christa Schlewohl konnte ihr Glück kaum fassen. Die Rohrbergerin, die am Sonnabend bei der Volksmusik-Show "Schwarzwald-Diamanten" im Saal des Kalbenser Kulturhauses saß, wird schon bald wieder in die Milde-Stadt reisen. Denn sie hat an einer Verlosung teilgenommen und Karten für die "Sternstunden des volkstümlichen Schlagers" gewonnen, die es dort, passend zum Frauentag, am 8. März 2015 zu feiern gilt.

Sternstunden erlebten am Sonnabend aber auch jene, die Fans einer gewissen Frau Wäber sind. Die Schwarzwald-Matrone, bekannt aus der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags", trieb nämlich vielen im Publikum die Lachtränen in die Augen. Indem sie zum Beispiel ihr dickes Hinterteil schwenkte und meinte: "Echter Schwarzwälder Schinken. Gut abgehangen." Die Dame, die eigentlich ein Herr ist - in der Kostümierung steckte wie immer Entertainer Hansy Vogt - hatte sich im Vorfeld aber offenbar auch mit ihrem Auftrittsort beschäftigt. Denn sie sagte augenzwinkernd: "Ich dachte, die Bühne steht heute in Bühne." Zum Glück, so Frau Wäber, habe sie es ja dank Bürgermeister Karsten Ruth noch rechtzeitig ins Kulturhaus geschafft (nur, dass der hoch Gelobte zu dem Zeitpunkt gar nicht in der Nähe war).

Geschafft hatten es aber auch zwei Herren, bei denen sich der eine oder andere gefragt haben dürfte, warum sie sich diesen Tourneestress überhaupt noch antun. Schließlich sind sowohl Stimmungskanone Tony Marshall als auch Trompeterlegende Walter Scholz stolze 76 Jahre alt. Und Kalbe ist längst nicht der einzige Auftrittsort der "Schwarzwald-Diamanten". Dennoch versuchten beide, dem hiesigen Publikum das Gefühl zu vermitteln, dass es einzigartig sei und dass sie nur dafür den weiten Weg aus Baden-Württemberg auf sich genommen hätten. Trotz ihres vergleichsweise hohen Alters stellte das Ganze aber für beide eine Premiere dar. Denn sie waren zuvor noch nie in diesem altmärkischen Mekka der Volksmusiker aufgetreten.

Das galt auch für Sängerin Liane, ebenfalls ein echtes Schwarzwald-Mädel. Sie war es, die die Show mit ihren Schlagern eingeläutet hatte, sich dann aber gleich zu einem Auftritt in Braunlage verabschiedet hatte. Deshalb konnte sie dann auch nach der Veranstaltung keine Autogramme mehr geben. Ganz im Gegensatz zur Band Die Feldberger. Die hatte zuvor ein wahres Feuerwerk an Stimmungsliedern gezündet. Kunststück bei dem Frontmann. Der heißt Hansy Vogt und ließ auch von Frau Wäber herzlich grüßen.

   

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