Geöffnete Geschäfte am Sonntag und viel Trubel in der Gardeleger Innenstadt - die Mitglieder des Gewerbevereines hatten zum Hubertusmarkt eingeladen. Dass das Angebot ankam und gefiel, zeigte die große Resonanz durch hunderte Besucher.

Gardelegen l Wer den Besuch des Hubertusmarktes des Gardeleger Gewerbevereines auf dem Rathausplatz begann, der bekam schon den ersten kulinarischen Einstieg in den Sonntagnachmittag. Denn das Kuchenbüfett der evangelischen Grundschule direkt am Rathaus war reichlich bestückt und versprach kalorienlastigen, dafür aber extrem leckeren Genuss. "Jeder kann geben, soviel er möchte", antworteten Johanna Glaue und Mona Roitsch ihren Kunden auf die Frage nach dem Preis. Soviel Bescheidenheit blieb nicht unbelohnt. Und das war auch gut so, denn die Einnahmen des Kuchenbasars werden die Kinder der dritten Klasse für ein Waldprojekt in Hundisburg einsetzen. Gleich nebenan gab es passenderweise den frisch gebrühten Kaffee dazu.

Duftende Konkurrenz zum Kuchen gab es ein paar Meter weiter in der Fußgängerzone. Über einem Grill drehte sich ein ganzes Schwein am Spieß, dessen Umfang mit jedem Messerschnitt von Ronald Schulz zusehends geringer wurde. Mit frisch gegrillter Wildbratwurst und Wildbuletten blieb es kulinarisch weiter ganz beim Thema Hubertusmarkt in der Fußgängerzone. Allerdings hatte der Gewerbeverein mit einem Backfischstand auch die fleischfreie Versorgung gesichert.

Die Gardeleger Jägerschaft präsentierte sich mit dem Infomobil des Landesjagdverbandes auf dem Rathausplatz. "Anhand der Präparate kann man sich bei uns die Tiere in aller Ruhe anschauen", sagte Helmut Henke und zeigte auf Fuchs, Dachs, Wiesel oder die verschiedenen ausgestopften Marderarten. Vor allem die jüngeren Besucher steckten ihre Hände gern in die Fühlkästen, um zu erraten, was sich dort im Dunkeln verbarg. "So können wir doch dem Nachwuchs in der Stadt auch mal außerhalb des Waldes die Natur näher bringen", sagte Henke.

Jagdlich im Sinne von Treffsicherheit ging es auch bei Bernd Weiß in der Fußgängerzone zu. Der Schießsportleiter des Gardeleger Schützenvereins hatte in seinem Hausflur einen kleinen Schießstand aufgebaut, an dem sich Hobbyschützen gegen eine kleine Startgebühr am Luftgewehr ausprobieren konnten. Zu gewinnen gab es dabei natürlich auch einiges. "Es ist sogar ein Fuchs dabei", sagte Ehefrau Christiane Weiß-Carle und zeigte schmunzelnd auf eine Flasche mit Kräuterlikör.

Den Hauptgewinn sicherte sich jedenfalls Christine Leubeling. Zweitbester Schütze war Peter Abraham, gefolgt von Frank Beyer auf Platz drei.

   

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