Noch in diesem Jahr können alle Hundeausläufe im Gardeleger Tierheim teilüberdacht werden. Gestern präsentierten die Tierschutzvereinsmitglieder den Fördermittelbescheid. Der Verein zahlt zehn Prozent Eigenanteil - dieses Geld kam durch Spenden zusammen.

Gardelegen l Die ersten Pfützen in den Ausläufen der Hunde haben sich bereits gebildet, im Winter wurden diese regelmäßig zu Eisflächen. "Keine optimalen Bedingungen für Tiere, doch jetzt wird es besser werden", freut sich Stefan Quisdorf vom Tierschutzverein Gardelegen/Kalbe. Gestern präsentierte er zusammen mit den Vereinsmitgliedern Marianne Wigger und Petra Gewasda den Fördermittelbescheid über 9200 Euro, der den Hunden bessere Bedingungen bescheren wird. Das Geld stammt aus einem Förderprogramm des Landwirtschaftsministeriums für Tierheime. Erstmals hatten die Vorstandsmitglieder Geld daraus beantragt, ingesamt 10 000 Euro. Da jedoch nicht alles aus ihrem Projekt förderfähig waren, wurden 9200 Euro bewilligt. Quisdorf: "Mit dieser Summe ist uns schon einmal sehr geholfen."

Nun werden alle Ausläufe der Hunde mit einer Teilüberdachung versehen. "In diesem Zuge sollen auch die Hundehütten mit erneuert werden", kündigte Quisdorf an. Da bestehe dringender Handlungsbedarf. Außerdem werden neue Heizkörper im Katzenbereich installiert. Die Arbeiten werden regionale Firmen übernehmen.Auch der Tierschutzverein beteiligt sich an den Kosten, denn an das Fördergeld ist ein Eigenanteil von zehn Prozent gebunden.

"Wir waren berührt und überwältigt. Diese Spendenbereitschaft war einmalig."

Stefan Quisdorf vom Tierschutzverein

Und der kam nach einem Volksstimme-Artikel am 24. Juli ganz schnell zusammen. "Wir waren berührt und überwältigt davon. Ich hatte noch nicht einmal den Zeitungsartikel morgens gelesen, da war schon die erste Spende in Höhe von 500 Euro da", so Quisdorf. Es folgten viele kleinere Einzelspenden, so dass der Verein den Eigenanteil für das Projekt aufbringen kann. Quisdorf betonte: "Wir bedanken uns bei der Bevölkerung. Diese Spendenbereitschaft war einmalig."

Vom Vorstand hatte Schatzmeisterin Marianne Wigger aus Bismark die meiste Arbeit geleistet, "sie musste sich durch die Papierflut des Antrags kämpfen", so Quisdorf. Die Unterlagen für die baulichen Projekte wurden bereits im Frühjahr eingereicht, gestern lag der Fördermittelbescheid vor. Nun müsse alles schnell gehen, denn bis Ende Dezember muss alles abgerechnet sein.

Zurzeit werden im Tierheim elf Hunde betreut, für 15 gibt es Plätze. Bedarf zur Erneuerung gibt es im Zwingerbereich. "Die Ummantelung müsse dringend saniert werden, da konnte seit Jahren nichts mehr gemacht werden", so Quisdorf. Daher werden die Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereines auch im nächsten Jahr wieder Geld über das Programm beim Landwirtschaftsministerium beantragen.

Von der Stadt Gardelegen gibt es jährlich einen Zuschuss von 12 000 Euro das Tierheim, von der Stadt Kalbe etwa 9 000 Euro. Quisdorf verdeutlichte: "Das reicht hinten und vorne nicht." Umso mehr freuen sich die Vereinsmitglieder, dass sie nun doch noch die dringenden Bauprojekte vor dem Winter umsetzen können.

Recht voll ist es zurzeit wieder in der Katzenabteilung des Tierheimes. Mehr als 50 Katzen warten dort auf neue Besitzer, sagte Petra Gewasda.