Gardelegen (iwi) l 100 Rosen der Sorte Auferstehung pflanzten Vertreter des Fördervereins der Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibber Feldscheune und Mitarbeiter der Stadt am gestrigen Mittwoch vor dem Beet an der Mauer. Die Mahn- und Gedenkstätte profitiert damit von einem besonderen Spendenprojekt des Verbandes Ravensbrück. Der Verband wollte das Projekt "1000 Rosen der Auferstehung" vor der Wand der Nationen im Vernichtungslager und Frauen-KZ Ravensbrück realisieren. Da dort nur 120 Rosen gepflanzt werden konnten, waren weitere Standorte ausgewählt worden, auch die Gardeleger Gedenkstätte.

Hans-Joachim Becker sagte: "So wird das ganze Ausmaß des Leids gezeigt, wenn sich die Gedenkstätten vernetzen." Paul Schmidt ergänzte, dass man dies in Gardelegen schon seit vielen Jahren verfolge, etwa mit den Neugestaltungen der Gedenksteine in Letzlingen, Jävenitz und Estedt. Becker sprach von einer "neuen Gedenkkultur, die nach und nach entsteht, wenn mehr Vernetzung stattfindet". Dies sei der richtige Weg. Eine Delegation des Verbandes Ravensbrück wird bald in Gardelegen erwartet.