Gardelegen (ako) l Riesige Anteilnahme löste das Schicksal der ausgesetzten Rauhaardackelhündin aus, die in der vorletzten Oktoberwoche herrenlos an der Bundesstraße 71 aufgegriffen wurde, teilte Stefan Quisdorf vom Tierschutzverein Gardelegen/Kalbe mit. "Der Fall hat ein für uns außergewöhnliches großes Echo auf unserer Facebook-Seite hervorgerufen. Über eine halbe Million Menschen haben unsere Suchanzeige bisher gesehen und auf über 9400 anderen Facebook-Seiten in ganz Deutschland, darunter in der gesamten Altmark, Magdeburg und dem Wendland, von anderen Mitgliedern des sozialen Netzwerkes verbreitet. Leider liegen uns bisher keine Hinweise zum Besitzer vor", erklärte Stefan Quisdorf.

Mittlerweile wurde die Hündin operiert, und das für Sie schmerzhafte Auge entfernt. Sobald die Dackeldame genesen sei, werde sie mit Sicherheit bald ein schönes neues Zuhause bekommen. "Wir haben bereits mehrere Interessenten, worüber wir uns sehr freuen", erzählte Stefan Quisdorf weiter.

In diesem Zusammenhang möchten die Mitglieder des Tierschutzvereines Gardelegen/Kalbe auf die im Zusammenhang mit der ausgesetzten Belohnung gestellte Frage eingehen: Sofern der Tierschutzverein es für notwendig hält, eine Belohnung auszusetzen, so muss diese im Erfolgsfall, ebenso wie die Kosten für Unterbringung, tierärztliche Untersuchung, Fahrten sowie eventuelle Strafbefehle der Justiz von Besitzern gezahlt werden. In keinem Fall werden für Belohnungen Spendengelder eingesetzt.

"Im Interesse der Tiere appellieren wir daran, keine Tiere auszusetzen. Im Zweifelsfall gibt es immer eine machbare Lösung, dafür bitten wir dann, mit uns Kontakt aufzunehmen", mahnt Stefan Quisdorf.