Erstmals seit vielen Jahren wird es 2015 kein Burgfest in Kalbe geben. An anderen traditionellen Veranstaltungen wird hingegen festgehalten, wie eine Zusammenkunft von Vereinen im Rathaus ergeben hat. Die Resonanz darauf war am Dienstagabend allerdings nur mäßig.

Kalbe l "Ja, es stimmt. Wir machen nächstes Jahr eine Pause." Das hat Andrea Müller vom Kalbenser Burgfestkomitee am Dienstagabend auf Volksstimme-Anfrage bestätigt.

Unmittelbar zuvor war bei einer Zusammenkunft im Rathaus über die Veranstaltungen für 2015 gesprochen worden. Und dabei war auch bekannt geworden, dass das Burgfest - die Veranstaltung war nach 1983 aus der 1000-Jahr-Feier hervorgegangen - erst einmal nicht mehr stattfindet. Für die Organisation hatte in der Vergangenheit eine kleine Gruppe aus Vereinsvertretern und Privatpersonen verantwortlich gezeichnet. Die Einheitsgemeinde Kalbe hatte zwar technische und räumliche Unterstützung gewährt, aber - abgesehen von einem dreistelligen Betrag aus dem Ortschaftsbudget - keine finanziellen Leistungen. Das Risiko hatte also stets allein beim Burgfestkomitee gelegen.

Auch an anderen Großveranstaltungen auf ihrem Gebiet ist die Einheitsgemeinde finanziell nicht beteiligt. Sie gewährt den Organisatoren allerdings Unterstützung, indem sie zum Beispiel den Veranstaltungskalender erstellt. Den soll es auch 2015 wieder in Flyerform geben. Allerdings könnten darin nur Termine berücksichtigt werden, die der Tourist-Info bis 12. Dezember gemeldet seien. "Ein Hinterhertelefonieren wird es diesmal nicht geben", machte Leiterin Beatrice Krause am Dienstag während der Zusammenkunft im Rathaus deutlich.

35 Organisationen aus dem Gebiet der Einheitsgemeinde hatte sie im Vorfeld eingeladen. Allerdings nutzten lediglich der Sportverein Engersen, die Kalbenser Gewerbetreibenden, der 1. FCKW, die Naturschutzfachgruppe Vienau, der Künstlerstadt-Verein und die Ortschaft Kalbe in persona von Ortsbürgermeister Heiko Gabriel die Gelegenheit, ihre Termine miteinander abzustimmen.

Die Anwesenden baten Beatrice Krause darum, einen QR-Code im künftigen Veranstaltungskalender abzubilden, damit Interessenten die Veranstaltungsangebote auch ganz schnell online finden können. In diesem Zusammenhang erklärte die Leiterin der Tourist-Info, dass sämtliche Veranstaltungen, die im Kalender abgedruckt würden, dann auch auf der Stadt-Homepage zu finden seien. Wer Termine anmelden wolle, müsse dies schriftlich erledigen. Alles, was nach dem 12. Dezember komme, könne aber nur noch online berücksichtigt werden.