Kalbe (cn) l Die Einheitsgemeinde Kalbe ist eine Region, in der vergleichsweise viele sozial schwache Familien leben und in der auch einige Eltern einer Begleitung bedürfen. Dies wirkt sich natürlich auf die Arbeit in den Grundschulen aus.

Die Kalbenser Astrid-Lind-gren-Grundschule will deshalb die neuen Möglichkeiten des Programmes "Schulerfolg sichern" nutzen und eine Schulsozialarbeiterstelle beantragen. Gerade ist ihr Team dabei, dafür einen entsprechenden Träger zu suchen.

Dass ein solcher Antrag gestellt werden sollte, ist das Ergebnis der jüngsten Gesamtkonferenz. Zuvor hatte es in der Grundschule eine sogenannte Situationsanalyse gegeben, aus der hervorgegangen war, dass Schulsozialarbeit absolut gerechtfertigt wäre.

Schließlich würden Auffälligkeiten, die zu einem späteren Schulversagen führen könnten, oft schon im Grundschul-, ja sogar im Kindergarten-Alter festgestellt, wie Andrea Schmieder weiß. Sie ist Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Sozialdienst Altmark GmbH. Diese ist Trägerin einer Netzwerkstelle, über die kreisweit die Schulsozialarbeit, die über das Programm "Schulerfolg sichern" erfolgt, koordiniert wird. Aktuell profitieren im Altmarkkreis Salzwedel 13 Bildungseinrichtungen davon.

Doch dank der neuen Richtlinien des Landesprogrammes, das mithilfe von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werde, könne sich die Anzahl der Projektschulen ab dem Schuljahr 2015/16 weiter erhöhen. Und die Richtlinien würden auch besagen, dass sämtliche Bildungseinrichtungen, also auch Grundschulen, davon profitieren könnten, so Schmieder. Voraussetzung sei aber, dass der Antrag auf Schulsozialarbeit bis zum 15. Januar 2015 im Landesverwaltungsamt vorliege.

Die Grundschule Kalbe jedenfalls wolle diese Chance nutzen, wie Leiterin Heike Pick unterstrich. Dort werden aktuell 167 Mädchen und Jungen, darunter auch zunehmend Kinder aus Asylbewerber- beziehungsweise Flüchtlingsfamilien, unterrichtet.