Gardelegen (gb) l Stendals Landrat Carsten Wulfänger ist der neue Vorsitzende des Zweckverbandes Breitband Altmark. Einstimmig wurde er am Donnerstagabend während der neunten Sitzung der Verbandsversammlung als Nachfolger des ausgeschiedenen Jörg Hellmuth von den Verbandsmitgliedern gewählt.

Wulfänger, der als einziger vorgeschlagen worden war, konnte zwar aus terminlichen Gründen am Donnerstag nicht selbst dabei sein, habe aber im Vorfeld seine Zustimmung signalisiert, informierte Verbandsgeschäftsführer Michael Ziche. Die Versammlungsleitung blieb deshalb auch nach der Wahl beim Vizevorsitzenden Matthias Baumann.

Der übergab das Wort schließlich an Ziche, der sich mit einem kurzen Resümee an die Anwesenden richtete. Er informierte zum Beispiel über ein Positionspapier des deutschen Landkreistages, der die Bundesregierung auffordert, in den Bemühungen des Ausbaues eines flächendeckenden Breitbandnetzes nicht stehen zu bleiben. Auch der ländliche Raum, so Ziche, müsse damit ausgestattet werden. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass sich die Bedürfnisse in Sachen Datenübertragung mittlerweile alle zwei Jahre verdoppeln, so Ziche.

Dass sich der Zweckverband Breitband Altmark hier auf gutem Weg befindet, bewies schließlich der Beschluss im nichtöffentlichen Teil der Sitzung: Die Mitglieder vergaben den Zuschlag für den Netzbetrieb an das Unternehmen DNS:NET Internet Service (wir berichteten gestern).

Gute Nachrichten gab es auch hinsichtlich des europäischen Förderwettbewerbes, an dem sich der Zweckverband beteiligt hatte: "Wir sind jetzt in der zweiten Runde und das als einziger Teilnehmer aus den neuen Ländern", informierte Ziche. In Stufe II werde der Verband nun durch einen Experten begleitet, der aufgrund der Fördermittelrichtlinien berate.

Erfolg hatte der Zweckverband Breitband Altmark schließlich auch auf anderer Ebene. So hat das Landesverwaltungsgericht kürzlich die Klage der Stadt Salzwedel (die nicht Mitglied ist) gegen die Satzung des Verbandes abgelehnt. Damit habe das Gericht auch "unser Geschäftsmodell und damit die Rolle der anderen Städte bestätigt", freute sich Ziche. Ohnehin, so betonte auch Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, werde "die Altmark schon als Leuchtturmprojekt" in Sachen Breitband angesehen. "Nun können wir bald die Früchte ernten."