Für das Bürgermeisteramt der Stadt Gardelegen gibt es jetzt einen dritten Bewerber: Peter Kapahnke aus Parleib. Der 52-Jährige ist parteilos und bewirbt sich als Einzelkandidat um das höchste Wahlamt in der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen.

Gardelegen l Er habe sich gewissermaßen auf seiner eigenen Nominierungsveranstaltung nominiert, sagte Peter Kapahnke. Der 52-Jährige will Bürgermeister der Stadt Gardelegen werden.

Damit ist Kapahnke aus Parleib, dem einstigen Ortsteil von Potzehne, der dritte Bewerber für dieses Wahlamt. Denn er wird gemeinsam mit Mandy Zepig (SPD) und Kai-Michael Neubüser (CDU) ins Wahlrennen starten.

Mit dem Gedanken zu kandidieren, habe er sich schon länger getragen. Seine Unterlagen hat Kapahnke in der vorigen Woche in der Stadtverwaltung abgegeben.

"Man beschäftigt sich schon im Vorfeld intensiv damit, ob man in der Lage dazu ist oder nicht", bekannte Kapahnke gestern auf Anfrage. Aber gewisse Erfahrungen auf dem Gebiet der Kommunalpolitik könne man ihm nicht in Abrede stellen. 25 Jahre sei er in der Kommunalpolitik aktiv. 20 Jahre war er Bürgermeister in der einst selbstständigen Gemeinde Potzehne. Nach der Gebietsreform war er Ortsbürgermeister. Zwischenzeitlich saß er auch im Kreistag. Beide Ämter gab er aus privaten Gründen ab. Kapahnke ist aktuell Mitglied des Gardeleger Stadtrates in der zweiten Wahlperiode (gemischte Fraktion), Mitglied des Potzehner Ortschaftsrates und des Fördervereines Freibad Potzehne.

Er habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit Bürgern geführt, die ihn in seinem Bestreben, Bürgermeister von Gardelegen werden zu wollen, gestärkt hätten. "Außerdem sollen die Bürger bei einer Wahl auch eine Wahl haben", betonte Kapahnke. Aus diesem Grunde hoffe er, dass es noch weitere Bewerber geben wird.

Über konkrete, politische Schwerpunkte wollte Kapahnke sich noch nicht äußern. "Alles funktioniert nur im Rahmen von Gesetzen, Finanzen und Mehrheiten. So realistisch bin ich da schon", so Kapahnke. Sein Ziel sei es, "die Menschen mitzunehmen beim gemeinsamen Gestalten". Mehr könne er nicht versprechen. Auf jeden Fall werde die Situation für die Kommunen nicht einfacher. Denn die Auseinandersetzungen über das Finanzausgleichsgesetz kenne er schon aus seiner Zeit als "blutjunger Bürgermeister". In all den Jahren habe es allerdings nur eine Entwicklung in eine Richtung gegeben. "Es wurde für die Kommunen immer schlechter", sagte Kapahnke. Und das werde sich vermutlich auch nicht ändern. "Damit ist schon fast alles gesagt", meinte Kapahnke.

Wahl am 22. Februar

Die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahlen am 22. Februar endet am Montag, 26. Januar, 18 Uhr. Am 27. Januar wird der Wahlausschuss über die Zulassung der Kandidaten befinden. Danach folgt die Bekanntmachung der Bewerber. Wahlleiter für die Bürgermeisterwahl ist der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Kämmerer Maik Machalz.

Am 25. Februar wird der Wahlausschuss erneut zusammenkommen, um unter anderem festzustellen, ob eine Stichwahl erforderlich ist und welche Bewerber dafür zugelassen sind. Die Stichwahl würde am 8. März stattfinden.