Estedt (cn) l Was sich aus Schmierstoffbehältern doch so alles machen lässt: Die Fasskerzen von Volker Schmidt, die dieser am Sonntagabend auf einer Anhöhe nahe der früheren Estedter Mühle entzündete, zum Beispiel. Sie zogen jedenfalls alle Blicke auf sich. Und zwar nicht nur die zahlreicher Schaulustiger, die sich zu diesem kleinen Spektakel inklusive Glühwein-Umtrunk eingefunden hatten, sondern auch die von vielen Autofahrern, die auf der Estedter Ortsdurchfahrt, der Bundesstraße 71, unterwegs waren.

Zur Feier des Tages gab es einen Glühwein-Umtrunk

Von dort war die weihnachtliche Illumination, die pünktlich zum vierten Advent entfacht wurde, hervorragend zu sehen - zumal zwischen den Fasskerzen auch noch ein riesiger, 7,50 Meter großer, Weihnachtsbaum leuchtete. Den hatte Schmidt vor wenigen Tagen gemeinsam mit Stephan Pöche aufgestellt und mithilfe eines speziellen Gerüstes auch geschmückt. Den Weihnachtsbaum selbst hatte der Estedter Landwirt Dietmark Mewes bereitgestellt. Ihm gehört auch die Fläche vor der ehemaligen Mühle, auf der das leuchtende Nadelgehölz nun schon im vierten Jahr in Folge für Staunen sorgt. Diesmal musste er wegen des Sturms aber besonders stark gesichert werden.

Die vier riesigen Kerzen, die um ihn herum platziert waren, sie haben es allerdings zum allersten Mal auf die Anhöhe geschafft. Schmidt hat sie erst vor wenigen Tagen aus vier 250-Liter-Fässern angefertigt. Die hatte er sich zuvor bei seinen Kalbenser Handwerkerkollegen Manfred Jäger und Holger Hoppe besorgt und dann mit roter und weißer Farbe verziert. Wie so etwas funktioniert, das weiß der 47-jährige Wahl-Estedter nur zu gut. Schließlich ist er von Beruf Malermeister.

Die Idee für die Fasskerzen hatte allerdings sein Sohn Timon. Der 16-Jährige hat offenbar die kreative Ader seines Vaters geerbt. Er empfahl auch, als Kerzendochte Schwedenfeuer zu nutzen. Die wurden nun am Sonntagabend mithilfe von etwas Brennspiritus entfacht - und fertig war der ganz besondere Adventskranz.