Schwitzen zum Jahresausklang - in Letzlingen sind rund 50 Läufer beim Silvesterlauf gestartet. Sie trotzten dem nieseligen Wetter und wurden mit warmem Hexenpunsch belohnt.

Letzlingen l Es sind nur ein paar Meter. Auf der Zielgeraden zog der elfjährige Henning Januschewski an seinem Papa Heiko vorbei. Der jüngste Teilnehmer beim Letzlinger Silvesterlauf kam als Dritter ins Ziel. Und er freute sich sichtlich. Denn er hat eine besondere Motivation. "Eigentlich geht es darum, meinen Papa einzuholen", sagte Henning Januschewski.

Viele der Starter sahen das Mitmachen etwas lockerer. Da gab es Absprachen innerhalb der Familie, so dass die Brüder Fabian, Philipp und Florian zusammen mit ihrem Cousin Sebastian Oelze ins Ziel kamen. Andere genehmigten sich vor dem Start einen Aufwärmtrunk.

Nur das Wetter hatte nicht so recht mitgespielt. Also musste Organisator Dietmar Hinz umplanen und sich schnell eine alternative Route ausdenken. "Die Originalstrecke wäre zu gefährlich", sagte er.

"Jeder muss ein bisschen mithelfen, damit es rund läuft", sagte Dietmar Hinz. Jürgen Kaschula fegte die Schneereste von den Wegen am Vereinsheim weg. Anke und Guido Baatz aus Gardelegen hatten Brötchen mitgebracht. Hinter dem Tresen kümmerte sich Elisabeth Kaschula um die Bockwürste.

Direkt nach dem Lauf gab es für viele Läufer aber erstmal nur ein Ziel: den Hexenpunsch von Birgit Hinz. Diesen bereitet die Frau von Dietmar Hinz bereits seit Jahren zu. Kräutertee wird mit Säften aus der Altmark und Orangensaft vermischt. Den besonderen Kick gibt der selbstgemachte Holunderbeersaft. "Die Beeren habe ich an den Polvitzer Wiesen natürlich selber gepflückt", erzählte Birgit Hinz. Und hatte noch warme Worte für die Läufer übrig. "Schließlich ist es nach Weihnachten gar nicht so einfach, die Kilos wieder in Gang zu bringen", sagte sie.

   

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