Für den Neubau des Miester Kindergartens "Villa Regenbogen" konnte der Zeitplan nicht eingehalten werden. Die Stadt hat eine Fristverlängerung bis März beantragt. Bis dahin sei laut Bauamt eine Fertigstellung auch realistisch. Am Kostenrahmen von 1,142 Millionen Euro habe sich nichts geändert.

Mieste l Schon mit Baubeginn Mitte April 2014 hatte selbst Stadt-Bauamtsleiter Engelhard Behrends es als sportlichen Endtermin bezeichnet, denn ursprünglich sollte der Neubau des Miester Kindergartens, ein Ersatzbau für die "Villa Regenbogen", am 15. Dezember abgeschlossen sein. Bis Weihnachten, so hieß es damals noch, sollten dann die Mädchen und Jungen aus der alten Villa am Bahnhof in den ebenerdigen, modernen Rechteckbau gleich neben der sanierten Grundschule eingezogen sein.

Spätestens Anfang Oktober jedoch war schon deutlich, dass der Termin nicht eingehalten werden kann. Damals besichtigte der Bauausschuss die Baustelle. Und für den Fall, dass der 15. Dezember nicht zu halten sei, hatte die Verwaltung damals schon Plan B vorbereitet: ein Antrag an das Land auf Fristverlängerung. Denn die Stadt hatte für den Neubau Fördergeld von 554700 Euro aus dem Stark-III-Programm bewilligt bekommen.

Damit verbunden sind unter anderem auch Fristen, die einzuhalten sind. Unterdessen hat die Verwaltung mündlich die Genehmigung zur Fristverlängerung bekommen, wie Ottmar Wiesel vom städtischen Bauamt auf Nachfrage bestätigte.

Die Bauarbeiten werden nach den Feiertagen im Januar fortgesetzt. Die Sanitärräume seien fertig, ebenso der Trockenbau und die Elektroinstallation. Zurzeit seien noch die Fliesenleger am Werk. "Der Maler kommt danach, anschließend folgen die Fußbodenleger und die Bau-Endreinigung", sagte Wiesel. Zum Schluss wird das Mobiliar aufgebaut. Alles, was aus der alten Einrichtung nutzbar ist, wird in den Neubau mitgenommen. "Es wird hier also nur eine Ergänzungsausstattung geben", betonte Wiesel. Die Gestaltung der Außenanlagen soll parallel ab Januar erfolgen. Das allerdings sei wetterabhängig.

Jeder Gruppenraum mit eigenem Zugang ins Freie

Das neue Gebäude erfülle alle Anforderungen nach den heutigen Standards. Jeder Gruppenraum habe eine eigene Terrassentür, so dass die Kinder auch im Notfall schnell das Gebäude verlassen können.

Was aus dem alten Gebäude am Bahnhof wird, konnte Wiesel nicht sagen. Fest stehe allerdings, dass es keine Nachnutzung durch die Stadt geben werde. Das Haus sei als Wohnhaus konzipiert gewesen. Eine Sanierung wäre teurer als ein Neubau geworden. Das sei auch ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten eines Neubaus gewesen.

Möglicherweise wird die Stadt das Gebäude verkaufen.