Kalbe hat einen Caravan-Stellplatz, der als solcher aber eigentlich nicht bezeichnet werden kann. Mit dem unbefestigten Grundstück, auf dem er sich befindet, hat die Stadt nun andere Pläne. Deshalb soll der Stellplatz örtlich verlegt werden.

Kalbe l "Der Caravan-Stellplatz, den wir hier in Kalbe haben, entspricht nicht den heutigen Anforderungen. Das muss man ganz klar so sagen", erklärt Bürgermeister Karsten Ruth. Allerdings ist diese Argumentation nicht der einzige Grund dafür, warum in der Stadt über eine örtliche Verlegung des Stellplatzes nachgedacht wird.

Dieser befindet sich an der Straße der Jugend und wird von Mitarbeitern des nahen Seniorenheims sowie von Anwohnern als Parkfläche genutzt. Schon früher hatte er das Interesse potenzieller Investoren geweckt. So wollte die Post dort, nachdem ihr die Stadt ein entsprechendes Angebot unterbreitet hatte, vor einiger Zeit ihr neues Zustellzentrum errichten, was dann allerdings erheblichen Widerstand in der Bevölkerung hervorrief. Schließlich handelt es sich bei dem Areal um eine sensibel gelegene Fläche zwischen Seniorenheim und Median-Klinik. Hinzu kommt, dass der Bereich rund um den nahen Burggraben unter Denkmalschutz steht. Die Post orientierte sich dann auch um und baute auf dem ehemaligen Armeegelände am Buchenweg neu.

Interesse an Grundstück

Nun gibt es aber offenbar wieder einen neuen Interessenten für das Grundstück. Der Bürgermeister hielt sich zu diesem Thema allerdings noch bedeckt. Denn es sei dazu vorerst Verschwiegenheit vereinbart worden. Nach Informationen der Volksstimme soll es sich bei dem möglichen Bauvorhaben jedoch um eines handeln, das sich gut in das jetzige Ensemble bereits bestehender Einrichtungen einpassen würde. Noch steckt aber alles in den Kinderschuhen.

Der Caravan-Stellplatz, der zwar entsprechend ausgewiesen ist, aber als solcher eigentlich nicht bezeichnet werden kann - das Areal ist unbefestigt und weist keinerlei Ver- und Entsorgungseinrichtungen auf - könnte indes am Kulturhausplatz hergerichtet werden. Der ist groß genug und es gibt zumindest eine Anbindung ans Strom- und Wassernetz. "Inwieweit dort dann weiter investiert wird, ist allerdings", so der Bürgermeister, "die große Frage". Und genau mit dieser Frage beschäftigt sich morgen Abend auch der Hauptausschuss. Er ist das Gremium, das dem Stadtrat vorgeschaltet ist und diesem eine entsprechende Empfehlung zu geben hat. Der Rat, der das letzte Wort spricht, tagt dann wiederum am Donnerstag, 29. Januar.