Klein Engersen (gb) l "Wenn gewünscht, werden wir ihr unserer Hilfe anbieten", versichert Bürgermeister Karsten Ruth. Die Rede ist von der Besitzerin der ehemaligen Gaststätte in Klein Engersen. Das Haus am Ortsausgang nach Kalbe war am vergangenen Freitag ausgebrannt. Der Dachstuhl wurde komplett zerstört, das Haus ist derzeit nicht bewohnbar.

Zunächst war während des Einsatzes der Kameraden der freiwilligen Feuerwehr nicht einmal sicher, ob sich die Eigentümerin des Hauses oder andere Personen noch darin befinden. Das konnte schließlich ausgeschlossen werden. "Wie ich informiert bin, ist die Bewohnerin wohl gerade zur Kur gefahren", so Ruth. Deshalb sei die Frage der Unterbringung wohl zunächst auch geklärt. Wenn sie zurück sei, müsse man in der Stadtverwaltung sehen, "ob wir helfen können". Die Pflicht der Stadt sei dann, ihr eine vorläufige Unterkunft zu besorgen, sollte sie obdachlos sein.

Auch im Dorf will man zunächst abwarten. Ein Spendenaufruf oder ähnliches sei nicht geplant, informierte Ortsbürgermeister Wilfried Hartmann auf Nachfrage.

Unterdessen haben Experten der Polizei gestern vor Ort nach der Brandursache gesucht. Nach Angaben von Pressesprecher Frank Semisch gehen die Beamten derzeit von einem technischen Defekt und nicht von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht beendet.