Kein Monat mehr, dann soll der neue Jugendclub Kroko der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bis dahin bleibt aber noch einiges zu tun - neben den Jugendlichen und Jugendclubchef Volkmar Erl packt derzeit zum Glück auch Antje Kampe mit an.

Kalbe l Ganz ist der Umzugsstress noch nicht vorbei, auch wenn die meisten Räume langsam Form annehmen. Aber noch hat nicht alles einen Platz gefunden, noch stehen unausgepackte Kisten mitten im Bandraum.

Geprobt wird hier trotzdem schon fleißig. Und gemalt auch. Das erste Graffito ist schon fertig. Vor dem schwarzen Mann an der Wand muss aber keiner Angst haben. Der ist friedlich, will offenbar auch nur Musik machen. Mit der einen Hand hält er seine Gitarre fest, die andere macht das Victory-Zeichen.

Offizielle Eröffnung am 27. Februar

Und das macht Sozialarbeiterin Antje Kampe gestern auch, mit der anderen hält sie den Daumen hoch. Die neuen Räume kommen bei den Kindern und Jugendlichen super an. Dessen ist sich "die Neue" im Club sicher. Fast alle fassen derzeit deshalb auch mit zu, um ihr neues Domizil schick zu machen, "denn am 27. Februar wollen wir offizielle Eröffnung feiern", sagt Kampe. An diesem Tag stehen die Räume dann allen offen, es wird Getränke und Snacks geben. Und damit hier sprichwörtlich auf die Pauke gehauen werden kann, werden auch die Kisten im Bandraum verstaut sein, versichert sie.

Seit wenigen Wochen hilft die Immekatherin Clubchef Volkmar Erl bei der Betreuung. "Aber leider nur bis zum 31. März", bedauert er. Auch Kampe selbst würde eigentlich gern bleiben - "Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist toll!" -, als zweifache Mutter kann sie allerdings nicht täglich bis in die Abendstunden unterwegs sein. Deshalb wird sie in die Familienbetreuung der AWO wechseln.

Jugendclubmitarbeiter dringend gesucht

Für den Kroko-Club sucht die AWO aus diesem Grund dringend Verstärkung. Die Stelle ist bereits ausgeschrieben. "Es wäre schön, wenn sich jemand vorstellen könnte, hier mitzuarbeiten", sagt Erl. Er würde sich eine Kollegin wünschen. Für die Kinder und Jugendlichen sei es wichtig, sowohl einen männlichen, als auch einen weiblichen Ansprechpartner zu haben, bestätigt auch Antje Kampe.

Neben der Betreuung im Club kümmert die sich derzeit auch um die Mobile Jugendarbeit. Jetzt im Winter wird sie an jedem Donnerstag abgeboten. Die Mitarbeiter fahren aber nicht wie im Sommer übers Land zu den Schülern, sondern die Fahrschüler aus den Ortsteilen können nach der Schule im Club vorbeischauen und werden dann bei Bedarf gegen 17 Uhr nach Hause gefahren. Und dieses Angebot werde sehr gut angenommen, versichert Kampe. "Wir hoffen deshalb, dass das Programm weitergeführt wird." Das Geld dafür ist bereits beantragt.